Archiv der Kategorie: Mac

WWDC Keynote 2015 – Meine Spekulationen und Wünsche

Morgen ist es endlich wieder soweit: WWDC!
Und obwohl ich in Berlin auf der International PHP Conference bin, werde ich es mir nicht entgehen lassen, abends die Keynote zu gucken.

Hier nun meine Erwartungen und Wünsche.

Native Apple Watch Apps
Es wurde ja viel gemunkelt, was es alles schönes geben könnte.
Ein paar Sachen wissen wir ja schon, da sie offiziell verkündet wurden: so wird dort wohl ein natives Apple Watch SDK vorgestellt, damit man im Herbst auch Apps direkt auf der Uhr ausführen kann. Klingt nett, mal schauen.

Apple TV
Andere Gerüchte besagen, dass es keinen neuen Apple TV geben wird. Das fände ich sehr, sehr schade, denn darauf freu ich mich am meisten. Der aktuelle Apple TV ist einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Ich benutze in letzter Zeit lieber meinen Fire TV und das liegt nicht unbedingt an der Software (die ist zwar ok, könnte aber besser sein), sondern an der Hardware. Und dort an exakt zwei Punkten: Geschwindigkeit und Bluetooth-Fernbedienung. Das Fire TV fühlt sich wesentlich flüssiger an als der Apple TV. Klar, hat ja auch mehr Leistung. Dürfte Apple ja auch nicht schwerfallen, statt dem Single-Core A5 da zumindest mal einen Dual-Core A7 einzubauen. Und dann ist da die Fernbedienung. Ich mag die Apple-TV-Fernbedienung. Aber in 2015 immer noch Infrarot!? Das muss nicht sein. Die Bluetooth-Fernbedienung vom Fire TV kann ich auf dem Sofa unter der Decke benutzen und sie funktioniert trotzdem. Beim Apple TV muss ich schon aufpassen, dass auf dem Couchtisch nichts im Weg steht. Und Apple könnte ja selbst mit dem aktuellen Apple TV eine BT-Fernbedienung anbieten. Bluetooth hat er ja.

Zumindest letzteres könnte Apple mit einem Software-Update und einer neuen Remote beheben, auch ohne, dass ein neuer Apple TV herauskommt. Aber wie wahrscheinlich ist das? Klingt nicht nach Apple. Wenn, dann stellen sie ein neues Apple TV mit diesen Funktionen vor und wenn wir ganz viel Glück haben, gibt es die neue Remote dann auch für die alten Geräte. Aber drauf wetten würde ich nicht.

Dann ist da noch die Sache mit dem längst überfälligen App-Store für den Apple TV. Den hätte es eigentlich schon vor Jahren geben sollen. Ich will ja auch gar nicht viel. Ich brauche keine Spiele, aber freie Auswahl, was Streamingdienste und Mediatheken angeht wäre schön. Den oben erwähnten Fire TV nutze ich nur für Amazons-Prime-Angebot und die Mediatheken der Öffentlichen Rechtlichen. Leider gibt’s dort bei Apple ja nur arte (und auch das erst seit kurzem). Streamingdienste gibt es nur Netflix und Watchever. Klar, könnte ich Amazon und Co. per AirPlay von iPhone/iPad auf dem Apple TV nutzen, aber komfortabel finde ich das nicht und sonderlich stabil ist es meist auch nicht. Oder hat so tolle Features, dass das iPad die ganze Zeit an sein muss, denn wenn das Display ausgeht, ist der Stream weg.
Ne, das macht keinen Spaß. Ich möchte native Apps auf dem Apple TV.
Aber auch hier sehe ich eher schlechte Chancen, wenn sie keinen neuen Apple TV vorstellen. Könnte natürlich sein, dass sie die Software zeigen (ist ja schließlich eine Entwickler-Messe), damit die Entwickler Apps dafür bauen können, damit zum Start des neuen Apple TV ausreichend Apps vorhanden sind. Würde mich freuen, aber da bin ich auch eher skeptisch.
Irgendein Software-Update für den Apple TV wird es aber wohl geben, denn erste HomeKit-Geräte lassen sich jetzt vorbestellen und werden im Juli geliefert. Und dort wird in den Systemvoraussetzungen ein Apple TV der 3. Generation oder neuer verlangt. Aber unwahrscheinlich, dass mit dem Update mehr als HomeKit hinzukommt.

iOS 9
iOS 9 wird zu 100% gezeigt werden. Allerdings was es dort an Neuerungen geben soll, weiß ich nicht so recht. Gemunkelt wird, dass es mehr ein Wartungsupdate werden soll, also Fokus auf Stabilität und Geschwindigkeit. Allerdings war iOS 8 ja schon genau das. Andere munkeln, dass Siri geöffnet wird und von anderen Apps benutzt werden kann.
Klingt nett, aber wenn dass das einzige große neue Feature ist, dann wird iOS 9 eher enttäuschend. Bediene mein iPhone eher selten per Siri und das wird sich wohl auch nicht ändern, wenn mehr Apps unterstützt würden.
Sie sollten dem deutschen Siri lieber mal ein paar weitere Funktionen beibringen. Sowas wie Wolfram Alpha auf deutsch hätte was. Aktuell ist Siri sehr eingeschränkt und auch deshalb nutze ich es selten. Der Hauptgrund ist aber, dass ich in der Öffentlichkeit nicht mit meinem Telefon reden möchte. Zuhause ist’s ok und im Auto versteht Siri mich nie, weil’s zu laut ist.

Was könnte man sich denn noch wünschen, von einem neuen iOS? Widgets auf dem Homescreen und nicht nur im Notification-Center vielleicht? Mmh, einerseits wäre es nett, andererseits wohin dann mit den App-Icons? Ordner sind jetzt nicht so wirklich der Weisheit letzter Schluss. Was ich mir schon eher vorstellen könnte: Widgets im Lockscreen. Da würd ich mir dann z.B. das Wetter hinpacken oder meine To-Do-Liste.

Dann wäre noch schön, wenn man endlich mal Apples mitgelieferte Apps löschen oder zumindest ausblenden könnte. Ich rede von dir: Aktien-App! 😉 Beim Apple TV gibt es da bereits. Einfach irgendwo in den Systemeinstellungen eine Liste machen, wo man die Apps einzeln ausblenden kann. Fertig. Ein Traum. So hab ich die alle in einen Ordner gepackt und öffne den nie. Müsste ja nicht sein.

Das Control-Center könnte auch nochmal überdacht werden. Wäre nett, wenn man das konfigurieren könnte. Ich nutze z.B. den Flugzeugmodus fast nie. Wozu brauch ich dort ständig den Button dafür?

Wenn sie schon beim Überdenken sind: die Systemeinstellungen sind mittlerweile so umfangreich, dass man dort auch nicht mehr schnell findet, was man sucht. Da könnte man sicher einiges zusammenstreichen oder irgendwie besser anordnen.

Funktionerendes AirDrop zwischen iPhone und Mac wäre auch schön. Funktioniert hier meist erst beim dritten Versuch oder gar nicht.

Nett wären auch so Profile, die Location-basiert (oder gerne auch per BT-Beacons) funktionieren, so dass das iPhone daheim automatisch Klingeltöne abspielt, auf der Arbeit aber z.B. stumm ist. Oder je nach Ort bestimmte Accounts abfragt, oder per HomeKit dann irgendwelche Aktionen auslöst.

Ein Werbefilter in Safari oder zumindest ein API für Drittanbieter. Manche Seiten sind einfach unbenutzbar, weil sie bildschirmfüllende Werbung ohne Schließenknopf anzeigen oder automatisch in den App Store umleiten. Ein Krampf. Aber auch unwahrscheinlich, dass Apple das anbietet.

Die Nicht stören-Automatik sollte besser konfigurierbar sein. Aktuell kann man genau eine Zeit einstellen, zu der jeden Tag Ruhe ist. Ich hätte zumindest für’s Wochenende gerne eine andere Zeit.

Auf dem iPad wäre eine Splitscreen-Ansicht mit zwei Apps nebeneinander manchmal ganz nett. Auf dem iPhone wegen zu wenig Platz natürlich Quatsch.

Ich benutze zwar eigentlich für alles Apples Apps, aber es wäre trotzdem ganz schön, wenn man z.B. einen anderen Browser als Standard-Browser setzen können.

Die blöde Cover-Ansicht in der Musik-App wenn man das iPhone im Querformat nutzt, gehört auch abgeschafft. Besonders nervig ist das im Auto (wo mein iPhone nunmal quer in der Halterung steckt) wenn ich einen anderen Song wählen will. Geht nicht. Muss man erst die Rotationssperre aktivieren und dann im Hochformat gucken. Sowieso wäre ein Auto-Modus nett, wo alle Buttons größer sind.

OS X 10.11
OS X 10.11. Hier bin ich noch ratloser, was es da neues geben könnte. Wird aber vermutlich eh nicht viel neues können, sondern vermutlich wird nur die Integration mit iOS weiter verbessert.

Musik-Streaming
Apple hat Beats ja eigentlich nur gekauft, damit sie auch Musikstreaming machen können, da die Labels ihnen ja keine eigene Streaming-Lizenz geben wollten. Nun wird natürlich erwartet, dass Beats-Musik in die Musik-App integriert wird und umbenannt wird (wobei mir nicht ganz klar ist, ob das die Lizenzen erlauben, die Beats hat). Bessere Integration klingt gut, nützt nur leider wenig, wenn das nicht international verfügbar ist. Ich wünsche mir sehr, dass Apples Streaming-Dienst auch hier in Deutschland angeboten wird. Aktuell nutze ich Spotify und das ist ok, aber das wird niemals so gut ins System integriert sein, wie Apple es mit seinem eigenen Dienst machen kann.

Apple Pay
Wo wir grad bei in Deutschland nicht verfügbaren Diensten sind: es wäre auch langsam an der Zeit, dass Apple Pay auch hier funktioniert. Aktuell rüsten ja immer mehr Supermärkte ihre Bezahlterminals mit NFC aus. Nur den Durchbruch gab es da noch nicht. Vielleicht schafft Apple das ja mit Apple Pay. Wenn es denn endlich mal hier verfügbar wäre. Aktuell muss sich der NFC-Kunde ja noch technisch gut auskennen, wissen welche Karte er besitzt und welchen Standard das Terminal unterstützt: payPass, PayWave oder Girogo. In Zukunft könnte er einfach sein iPhone nehmen und müsste sich gar nicht mehr drum kümmern, was da nun technisch passiert. Vielleicht wüssten dann sogar mal die Kassiererinnen, dass man kontaktlos zahlen kann und das man dafür keinen Kassenbon unterschreiben muss.
Ich würde es mir sehr wünschen, dass Apple Pay nach Deutschland kommt, dran glauben in unserem Bargeld-Land werde ich erst, wenn es wirklich da ist.

Wie ihr seht, ich bin aktuell recht zufrieden mit Apple und mir fehlen jetzt keine großen Dinge. Aber mal gucken, ob mich Apple noch überrascht mit irgendwas, womit ich absolut nicht gerechnet hab.

Freue mich zumindest extrem auf morgen Abend. 🙂

30 Jahre Macintosh

Genau heute vor 30 Jahren wurde der erste Macintosh vorgestellt, der Mac 128K (der hieß so, weil er 128 Kilobyte RAM hatte). Mit ganzen 8 MHz. Das Neue daran: er hatte als erster Computer eine grafischen Benutzeroberfläche. So sah das damals aus:

Macintosh 128k (Bild: http://www.allaboutapple.com/ from Wikimedia Commons)
Macintosh 128k (Bild: http://www.allaboutapple.com/ from Wikimedia Commons)

Mein erster Mac war ein Performa 630 im Jahr 1995 (OK, er gehörte meinen Eltern, aber ich durfte ihn nutzen). Er wurde von vielen als kastrierter billig-Mac verschrieen, was er auch war, da er noch einen 68K-Prozessor hatte, wo es schon Rechner mit dem wesentlich leistungsfähigeren PowerPC-Prozessor gab. Außerdem war dessen Prozessor auch noch beschnitten, er hatte nämlich keinen Koprozessor für Floating-Point-Rechnungen. Deswegen war er z.B. in manchen Grafikprogrammen langsamer oder diese liefen gar nicht (Kai’s PowerGoo z.B.).

Performa 630 ohne Monitor (Bild: http://www.allaboutapple.com/ [CC-BY-SA-2.5-it, GFDL, CC-BY-SA-3.0, CC-BY-SA-2.5-it or CC-BY-SA-2.5-it], from Wikimedia Commons)
Performa 630 ohne Monitor (Bild: http://www.allaboutapple.com/ [CC-BY-SA-2.5-it, GFDL, CC-BY-SA-3.0, CC-BY-SA-2.5-it or CC-BY-SA-2.5-it], from Wikimedia Commons)

Diesen kauften wir mit einer RAM-Erweiterung auf ganze 12(!) MB (standardmäßig hatte er nur 4 MB und die waren auf dem Mainboard aufgelötet). Später wurde er noch auf 36 MB aufgerüstet.
Der Performa hatte immerhin schon 33 MHz, eine 250 MB große IDE-Festplatte (damals im Mac neu, alle anderen hatten stets SCSI-Platten) und ein CD-Laufwerk (und natürlich auch noch ein Diskettenlaufwerk). Man konnte den Performa 630 mittels Einschubkarten auch zu einem TV-Empfänger und einem PC (mittels 486er-Karte) aufrüsten. Haben wir aber nie gemacht, da diese schweineteuer waren. Einzig eine 10Base2-Ethernet-Karte gab es irgendwann mal.

War aber damals kein schlechter Computer. Damit habe ich auch meine ersten Schritte im Internet unternommen. Mit Netscape.
Danach kam dann auch ein Power Macintosh ins Haus, müsste ein 6100er mit 66 MHz gewesen sein.

Mein erster eigener Rechner war 1999 ein Power Macintosh G3 blue & white. Der war riiichtig schnell. Hatte ja schließlich auch 300 MHz. Das war auch mein erster Rechner mit USB. Und der sah richtig, richtig gut aus.

PowerMacintosh G3 b/w (Bild: Flickr-User Mac User Guide)
PowerMacintosh G3 b/w (Bild: Flickr-User Mac User Guide)

PowerMacintosh G3 b/w geöffnet (Bild: Flickr-User Mac User Guide)
PowerMacintosh G3 b/w geöffnet (Bild: Flickr-User Mac User Guide)

Seitdem ist es beim Mac geblieben und mein aktueller Mac ist ein MacBook Pro 13″ von 2010.

Apple hat auch ein großes Feature zum Geburtstag auf seiner Webseite. Sehr hübsch.

X: 25% thinner

Bester Gag zur morgigen WWDC-Keynote:

X 25 Thinner

Kurz zur Erklärung: das Banner hängt jetzt im Moscone-Center (wo die WWDC ab morgen stattfindet) und symbolisiert die neue OS X Version (vermutlich 10.9). Und sonst war die Schrift etwas dicker. Der Mensch unten ist Jony Ive, Apples Chef-Designer, der früher nur die Hardware gemacht hat, jetzt aber wohl auch die Software designt.

PlexConnect: Plex auf deinem Apple TV 3. Generation

Wer mit dem Funktionsumfang des Apple TV nicht zufrieden war, konnte diesen bis zur 2. Generation (die man nur noch gebraucht erhält) jailbreaken und dort dann eine andere Mediacenter-Software aufspielen.
Mit der aktuellen 3. Generation geht das nicht mehr, da es dafür bislang keinen Jailbreak gibt.

Doch es gibt jetzt eine Lösung: PlexConnect. Das ist eine kleine Software, die auf einem Mac oder PC läuft und der eingebauten Trailer-App auf dem Apple TV andere Inhalte (nämlich die Inhalte der eigenen Plex-Mediathek) anbietet. Über diesen Weg lassen sie sich dann abspielen.

Wie das geht hat mein Kollege Moritz bei t3n geschrieben.

Außerdem hat er dazu ein HowTo-Video gemacht:

Coole Sache! Werd ich bei meinem Apple TV auf jeden Fall auch mal ausprobieren!

Digitalisierung von Uni-Mitschriften

Ich studiere ja nun seit Mai nicht mehr, habe aber über die Jahre locker 1,5 Regalmeter an Mitschriften der verschiedenen Vorlesungen gesammelt.

Nun bin ich eigentlich überhaupt kein Freund von Papier und schon gar nicht von Platzverschwendung. Also hab ich mir überlegt, dass ich den ganzen Kram entsorge.

Allerdings ist manches davon vielleicht doch noch mal ganz hilfreich für später (sei es für die Ausbildung oder für den Job). Darum habe ich angefangen, das Zeug einzuscannen.

Nun wäre das mit meinem alten Flachbettscanner ein extrem zeitraubendes und nerviges Unterfangen geworden. Dazu kommt noch, dass der Scanner auch nur noch unter Windows lief, weil es keine aktuellen Mac-Treiber mehr gab.

Zum Glück gab es vor ein paar Monaten ein nettes Angebot bei Media-Markt für ein Multifunktionsgerät.
Es war der EPSON Stylus Office BX305F°. Ein Tintenstrahldrucker, Fax, Kopierer, Scanner und besonders toll: Einzugsscanner!

Er hat auf dem Deckel eine kleine Klappe, die man aufklappt (ist wahrscheinlich dafür, damit der Einzug nicht zustaubt, wenn man ihn nicht benutzt) und dort bis zu 30 Seiten Papier einlegt.

Die scannt er dann fleissig und auch gar nicht langsam ein. Man muss zwar dennoch daneben sitzen, denn was sind schon 30 Seiten, aber das ist 1000 mal komfortabler als mit einem Flachbettscanner.

Hier ein kleines Video, wo man sieht, wie schnell er scannt:

Und die Software ist auch ganz ordentlich und funktioniert problemlos auch am Mac. Man scannt mit dem Apple Programm „Digitale Bilder“ und kann das Gescannte direkt als PDF speichern lassen. So scanne ich also immer eine ganze Vorlesung und habe am Ende ein einziges PDF. Man kann sogar zwischendrin Pausen machen und am nächsten Tag weitermachen. Er führt das PDF einfach weiter. Alles kein Problem.

Das einzig Nervige ist, dass „Digitale Bilder“ wohl nicht wirklich dafür gemacht ist, viele Seiten zu verarbeiten. So ab der 100. Seite wird es sehr langsam und braucht massig RAM (so 1-2 GB). Dann scannt er die Seiten nicht mehr flott hintereinander, sondern macht zwischen den Seiten mehrere Sekunden, bzw. sogar manchmal eine Minute Pause. Das nervt schon, aber die meisten Vorlesungen sind auch gar nicht so lang.

Man kann sich auch damit behelfen, dass man die Vorlesungen auf mehrere PDF aufteilt und die fertigen PDF am Ende zusammenfügt (was am Mac z.B. mit Automator ziemlich einfach geht).

Ich scanne als Graustufen mit 300dpi, da die meisten Mitschriften eh kaum Farbe enthalten und so das Scannen schneller geht und auch die PDFs kleiner werden.

Am Ende mache ich die PDFs allerdings noch kleiner und mache noch eine nette Sache damit.
Ich lasse den Text mit der App OCRKit erkennen, was leider aber nur bei gedruckten Texten klappt. Handschrift kann der nicht lesen, aber ich habe auch kein anderes OCR-Programm gefunden, dass das könnte. Außerdem komprimiert er das PDF und wandelt die Seiten in hochkontrastive Schwarz-Weiß-Seiten um. So wird aus einem 1 GB PDF ein 100 MB PDF. Braucht weniger Platz auf der Platte und lässt sich auch schneller anzeigen im PDF-Reader. Und lesbar ist immer noch alles.
Der erkannte Text wird als Text-Ebene hinter die Bild-Ebene des PDF gelegt, so dass man diesen zwar nicht sieht, aber danach suchen kann.

Dieser Workflow funktioniert ziemlich gut und ich habe auch schon einiges geschafft.
Aufpassen muss man nur, wenn Blätter zu sehr geknickt (Papierstau) oder Heftklammern enthalten (unbedingt entfernen, sonst Papierstau oder schlimmer: Kratzer auf dem Scanner).

Hier nochmal die verwendeten Geräte und Programme:


° Affiliate Links

Home Remind, eine neue Art von ToDo-App ist da!

Home Remind, meine neue Erinnerungs-App für iPhone ist jetzt im App Store verfügbar!

Home Remind funktioniert so: Du öffnest die App auf dem iPhone, tippst die Erinnerung ein, drückst auf Senden und das war’s.

Auf deinem Mac erscheint dein ein nicht zu übersehendes Fenster mit deiner Erinnerung.

Praktisch, wenn man sich selbst an etwas erinnern muss, aber keine Zeit hat, groß eine “richtige” ToDo-App zu benutzen.

Gehe auf www.HomeRemind.com und schau es dir an.

Du brauchst einmal die Home Remind App auf dem iOS App Store UND den Home Remind Viewer aus dem Mac App Store.

Viel Spaß damit!

WWDC 2011 Keynote Spekulationen

Am Montag ist es mal wieder so weit. Steve Jobs hält die Keynote der WWDC 2011.
Diesmal wurde schon vorher per Pressemitteilung angekündigt, was wir denn zu sehen bekommen. Nämlich Lion, iOS 5 und iCloud. Hardware soll es keine geben, also kein neues iPhone wie in den letzten Jahren.

Die großen Fragen sind jetzt natürlich: wann kommen diese Produkte raus und was umfassen sie?

Ich hoffe ja, dass es Montag das Update auf Mac OS X 10.6.8 gibt, das als Voraussetzung für den Mac App Store Download von Lion gilt. Und man Lion dann direkt am gleichen oder zumindest am folgenden Tag herunterladen können wird. Dagegen spricht allerdings, dass es noch keine Golden Master (GM) Version von Lion gibt. Meist war es so, dass die Entwickler diese einige Zeit vorher bekamen und die Endnutzer sich noch etwas gedulden mussten. Wobei die GM und die Endversion sich im Allgemeinen gleichen. Da Apple allerdings vermutlich überwiegend auf den Vertrieb per Mac App Store setzt, könnte man auch direkt am Montag den Download für alle freigeben. Schließlich werden gefundene Bugs in der GM Version eh erst mit einem 10.7.1 Update behoben. Aktuelle Gerüchte berichten vom 14. bzw. 17.6. als Release-Datum von Lion. Wir werden sehen.

Die Funktionen von Lion sind ja schon hinreichend bekannt: Vollbildmodus, Launchpad mit Ordner und Darstellung wie bei iOS, neue Exposé Ansicht Mission Control, automatische Speicherung und Versionierung von Dokumenten, Festplattenkomplettverschlüsselung und noch ein paar Dinge mehr. Was bislang noch nicht bekannt ist, aber sicher noch hinzukommt, wird die iCloud-Integration sein. Wie auch immer die aussehen mag.

Spannend wird es bei iOS 5. Da kann ich mir viel vorstellen, was man einbauen, bzw. ändern könnte, aber was nun wirklich kommt weiß natürlich niemand.
Wichtigste Änderung wäre wohl ein besseres Benachrichtigungssystem. Also keine Push-Nachrichten mehr in einem Popup-Fenster, die verschwinden, wenn eine neue kommt, sondern eher so eine Liste wie bei Android und anderen Systemen. Wie das allerdings genau aussehen könnte weiß ich auch nicht. Da könnten dann auf jeden Fall alle Benachrichtigungen landen: Push-Nachrichten, Neue e-Mails, Anrufe, SMS, etc.

Viele wünschen sich auch Widgets auf dem Startbildschirm so wie bei Android. Um z.B. schnell das Wetter oder die aktuellen Termine anzeigen zu können. Da bin ich aber zweigespalten. Eigentlich ist das eine nette Sache, andererseits verbraucht das extrem viel Platz. Ich habe aktuell schon 6 Seiten mit Ordnern um alle Apps unterzubringen. Wenn jetzt noch Widgets dazukommen wird es eng. Würde dann wohl auf jeden Fall Wetter, Termine, Aufgaben und Twitter oder so als Widget nehmen. Also ich bin gespannt ob das wirklich kommt und wie das dann umgesetzt sein könnte. Die Android-Lösung ist ja auch eher doof, dass man zwar Widgets und Programme auf die Screens legen kann, aber die komplette Programmliste dann hinter einem Button größtenteils unsortiert liegt. Ich hab ja nicht umsonst alles thematisch in Ordnern sortiert…

Auch ne schöne Funktion wäre eine sinnvollere Nutzung des Lockscreens. Da könnte man diese Benachrichtigungsliste anzeigen und auch Termine oder eben beliebige Widgets. Können andere schon lange, ist also mal längst überfällig.

So halb rausgerutscht ist ja auch eine automatische Updatefunktion für Apps. Momentan meldet der App Store zwar, wenn es Updates gibt, man muss sie aber selbst anstoßen, damit was passiert. Das soll wohl in Zukunft automatisch im Hintergrund geladen und installiert werden. Vermutlich nur im WLAN (schließlich will man dafür ja nicht sein mobiles Datenvolumen opfern). Für mich stellt sich nur die Frage: wann macht er die Updates? Zu einer festgelegten Zeit, z.B. Nachts? Oder immer dann, wenn eine App aktualisiert wurde? Was ist wenn ich die App grad dringend nutzen will, er aber grad mit Aktualisieren derselben beschäftigt ist? Ich bin gespannt.

Manche wünschen sich auch eine Over-the-Air iOS Aktualisierung. Momentan braucht man dafür ja einen Computer. Also ich persönlich brauche das nicht, ich synce oft und gerne mit iTunes am Mac. Für manche, speziell iPad-Nutzer, die ihr iPad als alleinigen PC benutzen, bzw. iPhone-Nutzer, die nix vom syncen wissen, wäre das sicher ganz praktisch. Vorausgesetzt, das funktioniert auch gut. Wenn dabei was schief läuft muss es trotzdem noch einen Notfallsmodus geben, über den man das wieder repariert bekommt. Und ohne Rechnersync hat man auch kein Backup der Daten… Könnte in manchen Fällen aber auch problematisch werden. Eventuell hilft auch dabei die iCloud!?

Was noch schön wäre: Schnellzugriff auf Einstellungen. Also WLAN, Bluetooth, etc. an/aus. Nen Werbeblocker für Safari, bzw. die Unterstützung für Extension. Wenn die iPod App mal endlich Lieder überblenden könnte wäre auch nett. Aber keine Ahnung, ob die Hardware das kann. Eingebaute Todo-Liste, so dass man keine Drittapps mehr bräuchte hätte auch was.

Ansonsten fehlt mir eigentlich nicht wirklich was. Aber Apple hat sicher noch ein paar Ideen was sich noch verbessern ließe.

Bleibt nur noch die iCloud. Die könnte ja so ziemlich alle beinhalten. Ersatz oder Ergänzung zu MobileMe? Also Kalender, Kontakte, e-Mail. Oder ist sie nur für Musik da und man kann seine Musik drahtlos mit iOS Geräten syncen, bzw. streamen? Oder macht sie das alles zusammen? Oder ist da noch mehr drin? Generische Synclösung für Drittapps?

Am Ende bleibt noch die Frage nach den Preisen. Lion wird vermutlich unter 50 € kosten. Snow Leopard hat 30 € gekostet, war aber auch nur ein Bugfix-Update. Leopard hat 130 € gekostet. Wenn ich mir die Preise im Mac App Store so anschaue und zu welchen Dumping-Preisen Apple seine eigenen Produkte dort verkauft, gehe ich fest von einem Preis unter 50 € aus.
iOS 5 wird natürlich kostenlos werden. Wenn ich Pech habe aber erst ab dem iPhone 4 laufen…
iCloud ist entweder in Lion und iOS 5 kostenlos mit dabei oder wird billiger als das jetzige MobileMe angeboten. Also für weniger als 79 €/Jahr. Es ist zwar vermutlich mehr drin, aber Amazon und Google bieten ähnliches kostenlos an, da wird sich Apple mit solch hohen Preisen wohl nicht durchsetzen.

Montag Abend sind wir schlauer. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt und hoffe, dass es zumindest irgendwas direkt am Montag schon zu kaufen, bzw. runterzuladen gibt.