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Fritz!Box 6490 ist Schrott und zwar deswegen…

Ich hab einen Internetanschluss per TV-Kabel von Kabel Deutschland. Das funktioniert auch alles wunderbar und liefert die meiste Zeit auch die versprochenen 100 MBit/s (sofern die Gegenseite mitmacht).

Da ich endlich vernünftiges schnelles WLAN haben wollte, entschied ich mich dazu, die 5 €/Monat extra zu bezahlen und die Kabel Deutschland Homebox zu mieten. Das ist einfach eine Fritz!Box 6490 Cable. Ist quasi wie eine normale Fritz!Box 7490 nur eben mit eingebautem Kabelmodem anstelle eines DSL-Modems.

Dieses Modell bietet 802.11ac-WLAN mit max. 1300 MBit/s brutto Datenrate. Außerdem kann es sonst auch alles, was eine Fritz!Box so macht. Also eingebaute DECT-Basisstation, USB-Anschluss für Netzwerkshares, Telefonfunktionen, etc.

Nachteil an den Kabel-Versionen der Fritz!Box ist, dass die Firmware von Kabel Deutschland geändert ist. Was im Klartext heißt, dass sie eingeschränkt ist. So kann man diverse Dinge nicht konfigurieren, die man sonst konfigurieren könnte. Zum Beispiel lassen sich keine anderen VoIP-Anbieter einrichten. Einzig Kabel Deutschland ist voreingestellt. Allerdings kann man die Konfiguration nicht einsehen, so dass man den Kabel Deutschland VoIP-Anschluss auch nicht z.B. unterwegs auf dem Handy nutzen könnte. Noch besser: Kabel Deutschland kann die Fritz!Box aus der Ferne aktualisieren. Und man kann das nichtmal abstellen. Also selbst wenn irgendeine Funktion aktuell vorhanden ist, heißt das nicht, dass sie es auch Morgen noch ist. Wenn Kabel Deutschland meint, dass man das nicht braucht, dann gibt es das eben nicht mehr.
Zusätzlich können sie die Fritz!Box auch aus der Ferne neustarten. Was sie aktuell auch jede Nacht tun, da es dort wohl einen Bug gibt, der es nötig macht, das zu tun.

Alles nicht schön, aber ist mir sogar egal, wenn die Fritz!Box denn sonst super funktionieren würde.
Ihr ahnt es sicher schon: sie tut es nicht. Und zwar versagt sie gerade bei dem Punkt, wofür es unbedingt das Topmodell sein musste: dem WLAN.
Die Verbindung zu meinem MacBook Pro ist super, da kann man nichts gegen sagen.

Versagt hat die Fritz!Box bei der Verbindung zu meinem iPhone, dem iPad und dem PC mit No-Name-USB-WLAN-Adapter.
Das äußert sich beim iPhone so, dass man trotz vollem Empfang den Eindruck hat, dass man fast kein Netz hat. Alles ist super langsam oder lädt erst gar nicht. Da war es fast immer schneller, das WLAN zu deaktivieren und über Mobilfunk zu surfen. Aber das kann es ja nicht sein.
iPad war nicht ganz so schlimm, aber hätte auch schneller sein können.

Der PC hatte zwar auf den ersten Blick eine gute Verbindung, aber beim Online-Spielen in Diablo 3 merkte man, dass da auch irgendwas nicht stimmt. Diablo 3 reagierte irgendwann nicht mehr auf Mausklicks und lud die Spielwelt teilweise nicht weiter.
Also hatte der PC wohl doch keine so tolle Verbindung.

So konnte es nicht weitergehen. 5 €/Monat ist zwar nicht so viel, besonders wenn man bedenkt, dass man da in 2 Jahren gerade einmal 120 € für die Fritz!Box bezahlt hat, die locker 250 € wert ist. Aber wenn die erhoffte Leistung nicht da ist, dann sind 5 € dafür zu viel.

Also musste ein neuer Router her. Nach einiger Recherche habe ich mich für den ASUS RT-AC68U (Affiliate Link) entschieden. Dieser kann auch ac-WLAN. Und zwar sogar noch etwas flotter als die Fritz!Box. Nämlich mit max. 1900 MBit/s anstatt „nur“ 1300.

Damit hab ich nun auch mit dem iPhone überall vollen Empfang und kann meine Leitung auch ausreizen. Speedtests auf dem iPhone liefern fast durchgängig über 90 MBit/s. Ping-Zeiten sind nur noch halb, bzw. ein drittel so hoch wie mit der Fritz!Box: 15-20 ms gegenüber 40-50 ms vorher.
(Klar, das sind alles nur Momentaufnahmen und es kommt natürlich immer drauf an, wie die Speedtest-Gegenstelle grad ausgelastet war, aber tendenziell zeigt das schon einiges).

Der RT-AC68U kann auch schnelleres 2,4 GHz n-WLAN, aber nur mit entsprechender ASUS-Gegenstelle. Mir relativ egal. Habe kaum Geräte, die nur 2,4 GHz können und wenn ist die Geschwindigkeit auch dort ausreichend.

Merkwürdigerweise will mein PC mit dem No-Name-WLAN-Empfänger sich nicht mit dem 5-Ghz-WLAN verbinden, sondern hängt nun auch im 2,4-GHz-WLAN. Aber bislang hab ich dort keine Geschwindkeits- oder Latenzprobleme und Diablo 3 läuft nun auch wieder vernünftig.

Auch nett an dem ASUS ist, dass man zusätzlich einen UMTS-Stick einstecken kann, der dann entweder gleichzeitig oder bei Ausfall des primären Internetzugangs genutzt wird. Das kann eine Fritz!Box zwar eigentlich auch, aber nicht das Kabel-Deutschland-Modell. Eventuell wird das ja besser, wenn Kabel Deutschland komplett Vodafone ist, denn Vodafone bietet sowas bei ihren DSL-Anschlüssen ja seit längerem an.

Bislang kann ich also nichts negatives über den ASUS berichten. OK, ganz günstig ist das Gerät natürlich nicht, ich hab knapp 160 € dafür gezahlt. Aber immerhin hab ich nun keine monatlichen Kosten mehr und das Gerät funktioniert wie es soll.

Jetzt muss nur noch die Kündigung der „Homebox“ aktiv werden und ich im Austausch das normale Kabelmodem bekommen. Habe zwar schon eine Kündigungsbestätigung bekommen, aber ein Datum oder weiteres haben sie mir noch nicht genannt, weil da aktuell noch irgendwas am Vertrag umgestellt wird. Na mal abwarten, was das wird.

Bei Kabel Deutschland gibt es dieses Kabelmodem auch mit eingebauten WLAN, aber dann nur 2,4 GHz und für 2,50 €/Monat. Das dumme Kabelmodem ohne WLAN gibt es kostenlos. Das wird hoffentlich nicht total schlecht sein. Aber warten wir’s ab.

Aktuell betreibe ich den ASUS also als weiteren Router hinter der Fritz!Box, was aktuell zur Folge hat, dass ich kein IPv6 mehr habe. Kabel Deutschland hat mir einen DS-Lite-Zugang gegeben, also natives IPv6, dass dann intern bei Kabel Deutschland in IPv4 umgewandelt wird (falls notwendig). So dass man keine öffentliche IPv4-Adresse mehr hat. Damit geht dann kein Port-Forwarding mehr, aber stört mich nicht weiter.
Nun ja, zumindest gibt die Fritz!Box das irgendwie nicht richtig an den ASUS weiter oder der ASUS kapiert nicht, dass er IPv6 machen soll.
Aber ich schätze, das wird dann gehen, wenn das normale Kabelmodem da ist. Da kommt schließlich einfach nur Ethernet raus und da sollte nix routen oder so.

Also falls ihr einen flotten ac-WLAN-Router sucht und ein separates Kabelmodem (oder DSL-Modem, denn das ist auch nicht eingebaut) sucht, dann ist der ASUS (Affiliate Link) eine gute Wahl.

Ich werde ein Update veröffentlichen, sobald das Kabelmodem da ist.
Aber ich denke (und hoffe), dass sich an meiner positiven Bewertung nichts ändern wird.

Update vom 11.06.2015: Das Kabelmodem ist seit gestern da. Dachte erst, sie hätten mir das falsche Modell geschickt, weil auf dem Karton groß WLAN-Kabelmodem steht. Und das würde dann ja 2,50 €/Monat kosten, aber anscheinend ist das softwareseitig deaktiviert, denn in der Konfigurationsoberfläche gibt es keine WLAN-Einstellungen. Zuerst war ich etwas enttäuscht, denn das Kabelmodem gibt sich als normaler Router aus. Und eigentlich will man ja nicht zwei Router hintereinander. Das hatte ich mit der Fritz!Box ja schon. Dank eines Foreneintrags habe ich erfahren, dass man in der Kabel-Deutschland-Weboberfläche das Gerät in einen reinen Kabelmodem-Modus umstellen kann. Ging zwar erst nicht, weil er noch ein Update machen musste (was irgendwie automatisch nachts passiert ist, also können sie auch das Kabelmodem fernwarten/-updaten). Aber heute Nachmittag ließ es sich umstellen und nun hängt mein ASUS-Router direkt am Internet und nicht mehr hinter einem Router.

Was mir Kabel Deutschland mit Zusendung des Kabelmodems auch umgestellt hat: Ich habe nun kein IPv6 mehr 🙁 Vorher hatte ich ja DS-Lite, jetzt hab ich nur noch IPv4. Mmh… Irgendwie blöd. Muss ich wohl nochmal anrufen und mir das auf richtige Dual-Stack umstellen lassen (wenn sie das denn machen).

Aber bislang funktioniert zumindest alles mit dem neuen Gerät. Ist zwar ein recht riesiges Gerät, aber egal. Hauptsache es funktioniert.
Muss jetzt nur noch meine DECT-Basisstation für mein Festnetztelefon wiederfinden, da ich jetzt ja nicht mehr die DECT-Station der Fritz!Box nutzen kann. Aber irgendwo ist die bestimmt.

Update vom 14.06.2015: Hab grad mit der Technik telefoniert. Natürlich bekommt man kein richtige Dual-Stack. Eine Umstellung auf DS-Lite wäre möglich. Na ja, dann lass ich es eben erstmal bei IPv4. Wobei das ja unlogisch ist: ich hab ja quasi schon eine IPv4-Adresse. Ob ich da nun noch IPv6 zusätzlich bekomme ist doch egal. Ich blockiere doch eh schon eine kostbare IPv4-Adresse.

16 Mbit/s

Seit Montag hab ich einen “etwas” schnelleren Internetzugang.
Vorher waren’s 10 MBit/s, jetzt sind es 16 MBit/s. Und das zum gleichen Preis.
Kabel Deutschland hat mal wieder die Geschwindigkeit erhöht. Man will ja konkurrenzfähig zur T-Com bleiben.

Ein kurzer Anruf bei KD und eine Stunde später lief es dann.
Schön. Upload ist auch schneller geworden, von vorher 420 KBit/s auf 768 KBit/s. Also die Geschwindigkeit, die das Ur-DSL früher mal hatte.
Allerdings hätte es ruhig auch noch etwas mehr sein dürfen. So 3 MBit/s upstream hätte schon was. Aber muss so auch erstmal reichen.

Hier noch ein kleines Beweisbild:
speedtest.png