iBook G4 12″ 1,2 GHz: ein Anwenderbericht

Wie versprochen gibt es jetzt endlich ein wenig mehr zu meinem neuen iBook.

Es ist natürlich wesentlich schneller als das alte. Was ja auch nicht verwunderlich ist, bei 1,2 GHz zu 0,7 GHz. Allerdings wurde es erst wirklich flüssig benutzbar, nachdem ich das RAM von 256 MB auf 768 MB aufgerüstet hatte. Das sollte man bei einem Mac immer direkt als erstes machen, da Mac OS X und seine Programme doch recht viel Speicher brauchen. Ich hatte das iBook zuerst ohne zusätzlichen Speicher gekauft, da mir der beim Apple-Händler zu teuer war.

RAM-Einbau

Der Einbau gestaltete sich schwieriger als erwartet. Er verläuft prinzipiell genauso ab, wie bei den alten iBooks. Also Tastatur hoch, AirPort-Modul rausnehmen, Abdeckung abschrauben, einstecken und wieder alles rein.
Hat auch geklappt, allerdings ließ sich das RAM-Modul erst nicht ganz einstecken in den Slot. Da dachte ich noch: wird wohl so richtig sein. Vielleicht ist das bei DDR-SO-DIMMs ja normal. Also alles wieder zu, gebootet. Immer noch nur 256 MB. Mmh, also wieder auf und nochmal probiert. Diesmal mit ziemlicher Kraft. Es grenzte schon an Gewalt. Dann endlich rastete es richtig ein und saß bombenfest im Slot. Ob das so normal ist, dass man so viel Kraft braucht? Ich glaube kaum, beim alten iBook war dem nicht so.
Beim Einbau lief mir natürlich auch die AirPort Extreme-Karte über den Weg. Ich muss sagen: mann, ist die klein. Die alte AirPort-Karte hatte ja noch die Größe einer PCMCIA-Karte. Die AirPort Extreme-Karte ist gerade mal halb so groß und auch etwas dünner. Schon interessant, wie die Miniaturisierung fortschreitet.
Ausserdem ist mir noch negativ aufgefallen, dass sich die Tastatur ein wenig hakelig einsetzen lässt. Das klemmte ein wenig. Allerdings war das beim alten iBook auch nicht viel besser.

Aussehen

Doch nun zum Wichtigsten, dem Aussehen. Das Auffälligste zuerst: das neue iBook sieht billiger aus. Könnte unter Umständen daran liegen, dass es billiger ist. Es kostet schließlich nur die Hälfte von dem, was ich für das alte iBook bezahlt habe. Der größte Unterschied ist wohl, dass früher das iBook aus transparentem Plastik bestand, welches von innen weiß lackiert war. Wobei jetzt direkt weißes Plastik verwendet wird. Was aber nicht weiter auffällt. Was aber auffällt ist die Tastatur. Beim alten iBook war diese weiß transluzent. Jetzt ist sie so leicht gräulich, wie die gesamte Innenfläche des iBooks. Sieht nicht so schön aus. Aber man gewöhnt sich dran.
Nächstes unschönes Detail ist der Schriftzug unter dem Display. Früher hat Apple dafür die Apple Garamond genutzt, jetzt ist es die Myriad Pro. Garamond mit seinen Serifen ist aber wesentlich angenehmer anzusehen.
Das war’s erstmal zum Aussehen.

Verarbeitung

Kommen wir zu Verarbeitung. Ja, es ist billiger verarbeitet. Zum Beispiel ist an den Ecken vorne ein kleiner Spalt, der knirscht, wenn man draufdrückt. Auch ist die Displayverriegelung nicht mehr so leichtgängig wie früher. Positiv ist aber, dass der Akku nun bündiger im Gehäuse sitzt. Dafür ist bei zugeklapptem iBook der Spalt zwischen Rechner und Display etwas größer. Nicht so schön. Schützt aber sicher vor Tastenabdrücken auf dem Display. Die hatte ich allerdings auf meinem alten iBook auch nicht, obwohl das dort enger beisammen lag.
Aber abgesehen von diesen Kleinigkeiten ist das recht robust verarbeitet und hat ein Teil weniger, das kaputt gehen kann: das DVD-Laufwerk. Das ist ja jetzt ein Slot-In-Laufwerk. Also keine Lade mehr, die schief hängt oder abbricht.

Ausstattung und Display

Von den Schnittstellen ist es genauso ausgestattet wie früher, nur dass man nun USB2 hat. Aber bislang habe ich nur USB 1.1 Geräte, also bringt das nicht so viel. Da wäre ein zweiter FireWire-Anschluss schon sinnvoller gewesen oder ein Mikro-Eingang.
Immer wieder bemängelt wird ja das Display, dass im Vergleich zu den PowerBooks oder anderen Notebooks so viel schlechter wäre. Also im Vergleich zum 12” PowerBook ist es nicht schlechter oder besser. Im Vergleich zu den 15” und 17” Modellen, bzw. PC-Notebooks ist es schon schlechter. Aber es ist hell genug, gut ablesbar, solange man nicht zu schräg guckt und auch schnell genug für Spiele. Pixelfehler hat es zum Glück auch keine. Verglichen mit dem Display des alten iBooks ist es aber etwas schlechter, nicht von der Qualität, sondern von der Hintergrundbeleuchtung. Die ist nämlich leider nicht ganz homogen. Links- und rechtsunten ist es etwas heller. Fällt aber bei normaler Benutzung nicht weiter auf.
Ach ja, der bekannte Screen-Enhancer-Patch funktioniert auch bei diesem Modell.
Ich würde es ja gegen ein besseres iBook austauschen lassen, nur müsste ich dann wahrscheinlich wieder Wochen auf ein neues warten. Schließlich ist das ein CTO-Modell. Hat gegenüber dem Standard-Modell 60 statt 30 GB Festplatte und integriertes Bluetooth. AirPort Extreme ist ja neuerdings immer schon standardmässig eingebaut.
Ist schon schön, wenn man alles immer dabei hat, AirPort ja sowieso. Das kann ich jetzt in der Uni mal wirklich sinnvoll nutzen. Bluetooth ist auch schön, auch wenn das ganze Bluetooth-Geraffel nicht immer so gut funktioniert… Und endlich hab ich mal genug Platz auf meiner Festplatte. Die 20 GB im alten iBook waren zuletzt extrem eng.

Spiele-Performance

Endlich laufen auch viele Spiele sehr gut. Z.B. WarCraft III, das war auf dem alten iBook quasi unspielbar, jetzt läuft es sogar in 1024×768 Auflösung wunderbar. Also von daher kann ich mich nicht beklagen. OK, wenn’s an aktuelle Spiele geht und wenn demnächst Doom 3 rauskommt, wird man da wohl nicht so viel Freude dran haben, allerdings laufen die meist eh nur zufriedenstellen auf einem PowerMac G5 oder eben auf einem Windows-PC. Zum Spielen ist Windows halt doch noch besser. Aber für alle sinnvollen Tätigkeiten muss es bei mir ein Mac sein.

Fazit

Tja, mehr fällt mir jetzt nicht ein, was man zu dem iBook noch sagen kann.
Nur vielleicht noch eines: trotz des nicht ganz so schicken Aussehens macht es doch sehr viel Spaß damit zu arbeiten. Endlich kann man wieder in einer angenehmen Geschwindigkeit der Computerei frönen.
Hier noch ein Foto-Vergleich zwischen altem (links) und neuem (rechts) iBook:

iBookalt und neu
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2 Gedanken zu „iBook G4 12″ 1,2 GHz: ein Anwenderbericht“

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