Archiv der Kategorie: Mac

Onkel Steve, wie man ihn so gar nicht kennt

Steve Jobs, CEO von Apple (für die, die’s nicht wussten) gab sich gestern in einer Konferenz des Wall Street Journal ungewöhnlich.
Er gab zu, dass es einen Apple PDA geben sollte, der aber kurz vor der Auslieferung gestoppt wurde (Gründe nannte er nicht, aber wahrscheinlich war’s die Marktlage). Ausserdem, was sehr ungewöhnlich für Apple ist, hat er bestätigt, dass der iTunes Music Store Europe am 15. Juni startet. Normalerweise spricht Apple ja nicht über unveröffentlichte Produkte. Aber wahrscheinlich denken sie, dass es eh schon alle wissen, schließlich haben sie ja selbst zu einem großen Musikevent am 15. eingeladen…

Weiteres, dass Jobs gesagt hat, findet sich bei AppleInsider.

PearPC angetestet

Nachdem ich den Artikel in der c’t gelesen hatte, musste ich PearPC auch mal ausprobieren. Das ging nach der Anleitung recht gut. Allerdings hatte ich zuerst vergessen, das Festplatten-Image auch als “hd” einzutragen und habe mich gewundert, warum er mich nicht auf der Platte installieren lassen wollte. Eine etwas ausführlichere Anleitung gibt es übrigens hier.

Man muss übrigens nicht Darwin runterladen, wie dort beschrieben, man kann genauso gut auch das Festplatten-Dienstprogramm des OS X-Installers nehmen, oder im Single-User Mode starten (’s’ gedrückt halten).

Die Installation war hier nach ca. 7 Stunden durch. Auf einem Athlon XP 2400+ mit leider nur 256 MB RAM. Das geht doch. ;-) Ich muss sagen, es läuft flotter als erwartet. Leider hat man weder Ton noch Netzwerk, also muss man sich mit Disk-Images begnügen, wenn man Programme vom Mac dort rüberbringen will.

Ich hab mal spasseshalber Xbench laufen lassen, aber leider stürzt der mitten im Benchmark ab. Also hab ich’s mit “Skidmarks GT” probiert (aus den Apple CHUD Tools). Dieser misst für Integer: 1 und für Floating Point: 2. Mein iBook mit 700 MHz schafft bei Integer: 62 und bei FP: 77. Also mal eben um Faktor 30 langsamer.

Aber ist ja erst Version 0.1.2. Da kann ja noch einiges kommen. Ich persönlich hab ja auch keinen Bedarf an dem Emulator, hab ja hier genügend echte Macs.
Aber ist doch mal schön zu sehen, was möglich ist.

Pulp Fiction (ein RSS-Reader)

Seit Samstag Abend gibt es mit Pulp Fiction einen neuen RSS-Reader für Mac OS X. Sieht fast genauso aus wie Apples Mail. Das ist ja schon mal nicht soo schlecht, allerdings wirft er alle abonnierten Feeds zusammen, was nicht sonderlich übersichtlich ist. Da ist der Ansatz von NetNewsWire schon besser. Pulp Fiction hat auch noch nen Browser-Imitat eingebaut (mittels WebKit), allerdings finde ich es auch hier besser, wie NetNewsWire das macht: die Einträge im Webbrowser (im Hintergrund!) öffnen. Nur die Suchfunktion von Pulp Fiction ist cool. Einzig das fehlt NetNewsWire. Und vielleicht die Möglichkeit, die Artikel zu archivieren.
Also warten wir auf das nächste große Release von NetNewsWire (Lite).

Update: So wie’s aussieht hat NetNewsWire 2 alle Funktionen, die ich bislang vermisse und noch so einiges mehr. Smart Feeds hört sich auch sehr praktisch an.

Einfach Bücher drucken

Wer öfter längere Dokumente drucken muss und Papier sparen will, bzw. das ganze in einer handlichere Form bringen will, sollte sich CocoaBooklet angucken. Damit lässt sich unter Mac OS X aus jedem Programm ein Buch erzeugen, also zwei Seiten pro Blatt und auf der Rückseite das gleiche. Das lässt sich dann zusammenheften und man hat so ein nettes kleines Büchlein.
Funktioniert wunderbar. Allerdings muss man ein bisschen mit seinem Drucker rumprobieren, bis man raus hat, wierum man die gedruckten Seiten nun wieder einlegen muss, damit es am Ende auch passt.
Das ganze unterstützt auch die PDF Services ab 10.2.4. So lässt es sich direkt im Druckdialog aufrufen und alles passiert automatisch. Sehr fein.

Ein kleines Ärgernis, an dem das Programm aber unschuldig ist: man kann nicht alle PDFs damit drucken. Nämlich geschützte nicht, da man für das Programm ein PDF ausgeben muss, was aber nicht erlaubt ist. Einzig als PS kann man es ausgeben, aber wenn man das wieder in PDF wandeln will, heißt es nur, dass das ein PS eines geschützten PDFs sei und das nicht gehe.
Toll, so kann man einige Dokumente so leider nicht drucken. Blöder Kopierschutz. Wäre aber sehr schön, wenn Apple diese Buchfunktion in die Druckfunktion einbaut, dann könnte es wohl auch mit geschützten PDFs gehen.

Keynote: Enttäuschend

Die Keynote ging zwar länger als erwartet, allerdings ist sie dadurch nicht besser geworden. Es gab kaum wirklich neues, nur einige Updates (FinalCut Express 2, iPhoto 4, iMovie 4 und iDVD 4) und auch erst am 16. Januar und scheinbar nur Löhnware. Dafür gibt’s aber immerhin ein weiteres nettes iLife Programm dazu: “GarageBand”. Ist nen Audio-Sequenzer. Basiert wohl auf Logic, das Apple vor nicht allzu langer Zeit gekauft hat. Wirklich nettes Programm. Werd ich mir mal angucken.

Ansonsten gab’s noch Xserve G5, aber die brauch ich nicht. Wäre nur schön für den Terascale Cluster gewesen. Zuletzt gab es dann noch die erwarteten neuen iPods. Einmal gibt’s statt dem 10 GB iPod nun (wieder) ein 15 GB Modell zum selben Preis von $299 und brandneu den “iPod mini”. Etwas kleiner als der normale iPod, in fünf Farben und mit 4 GB Speicher. Kostet auch nur $249. Den Preis finde ich allerdings im Vergleich zum 15 GB Modell zu hoch.

Und vieles was vorher gerüchtemässig verbreitet wurde kam (leider) nicht. Es gab kein neues iTunes mit Mixing-Studio, keinen iTunes Music Store für Deutschland, kein iWrite als Ersatz für das ergraute AppleWorks, keine iBox (digitaler Videorekorder), keine neuen iMacs im Cube Format und auch keine neuen Displays im G5 Look und bis zu 30” gross.

Also eine ziemlich enttäuschende Keynote. Kurz vor Ende dachte ich noch: und jetzt kommt das “One more thing”. Der grosse Knaller. Aber nichts dergleichen ist passiert.

Bleibt nur die Hoffnung, das die “fehlenden” Produkte in den nächsten Wochen und Monaten zwischendurch vorgestellt werden, wie Apple das in letzter Zeit öfters gemacht hat.