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Fritz!Box 6490 ist Schrott und zwar deswegen…

Ich hab einen Internetanschluss per TV-Kabel von Kabel Deutschland. Das funktioniert auch alles wunderbar und liefert die meiste Zeit auch die versprochenen 100 MBit/s (sofern die Gegenseite mitmacht).

Da ich endlich vernünftiges schnelles WLAN haben wollte, entschied ich mich dazu, die 5 €/Monat extra zu bezahlen und die Kabel Deutschland Homebox zu mieten. Das ist einfach eine Fritz!Box 6490 Cable. Ist quasi wie eine normale Fritz!Box 7490 nur eben mit eingebautem Kabelmodem anstelle eines DSL-Modems.

Dieses Modell bietet 802.11ac-WLAN mit max. 1300 MBit/s brutto Datenrate. Außerdem kann es sonst auch alles, was eine Fritz!Box so macht. Also eingebaute DECT-Basisstation, USB-Anschluss für Netzwerkshares, Telefonfunktionen, etc.

Nachteil an den Kabel-Versionen der Fritz!Box ist, dass die Firmware von Kabel Deutschland geändert ist. Was im Klartext heißt, dass sie eingeschränkt ist. So kann man diverse Dinge nicht konfigurieren, die man sonst konfigurieren könnte. Zum Beispiel lassen sich keine anderen VoIP-Anbieter einrichten. Einzig Kabel Deutschland ist voreingestellt. Allerdings kann man die Konfiguration nicht einsehen, so dass man den Kabel Deutschland VoIP-Anschluss auch nicht z.B. unterwegs auf dem Handy nutzen könnte. Noch besser: Kabel Deutschland kann die Fritz!Box aus der Ferne aktualisieren. Und man kann das nichtmal abstellen. Also selbst wenn irgendeine Funktion aktuell vorhanden ist, heißt das nicht, dass sie es auch Morgen noch ist. Wenn Kabel Deutschland meint, dass man das nicht braucht, dann gibt es das eben nicht mehr.
Zusätzlich können sie die Fritz!Box auch aus der Ferne neustarten. Was sie aktuell auch jede Nacht tun, da es dort wohl einen Bug gibt, der es nötig macht, das zu tun.

Alles nicht schön, aber ist mir sogar egal, wenn die Fritz!Box denn sonst super funktionieren würde.
Ihr ahnt es sicher schon: sie tut es nicht. Und zwar versagt sie gerade bei dem Punkt, wofür es unbedingt das Topmodell sein musste: dem WLAN.
Die Verbindung zu meinem MacBook Pro ist super, da kann man nichts gegen sagen.

Versagt hat die Fritz!Box bei der Verbindung zu meinem iPhone, dem iPad und dem PC mit No-Name-USB-WLAN-Adapter.
Das äußert sich beim iPhone so, dass man trotz vollem Empfang den Eindruck hat, dass man fast kein Netz hat. Alles ist super langsam oder lädt erst gar nicht. Da war es fast immer schneller, das WLAN zu deaktivieren und über Mobilfunk zu surfen. Aber das kann es ja nicht sein.
iPad war nicht ganz so schlimm, aber hätte auch schneller sein können.

Der PC hatte zwar auf den ersten Blick eine gute Verbindung, aber beim Online-Spielen in Diablo 3 merkte man, dass da auch irgendwas nicht stimmt. Diablo 3 reagierte irgendwann nicht mehr auf Mausklicks und lud die Spielwelt teilweise nicht weiter.
Also hatte der PC wohl doch keine so tolle Verbindung.

So konnte es nicht weitergehen. 5 €/Monat ist zwar nicht so viel, besonders wenn man bedenkt, dass man da in 2 Jahren gerade einmal 120 € für die Fritz!Box bezahlt hat, die locker 250 € wert ist. Aber wenn die erhoffte Leistung nicht da ist, dann sind 5 € dafür zu viel.

Also musste ein neuer Router her. Nach einiger Recherche habe ich mich für den ASUS RT-AC68U (Affiliate Link) entschieden. Dieser kann auch ac-WLAN. Und zwar sogar noch etwas flotter als die Fritz!Box. Nämlich mit max. 1900 MBit/s anstatt „nur“ 1300.

Damit hab ich nun auch mit dem iPhone überall vollen Empfang und kann meine Leitung auch ausreizen. Speedtests auf dem iPhone liefern fast durchgängig über 90 MBit/s. Ping-Zeiten sind nur noch halb, bzw. ein drittel so hoch wie mit der Fritz!Box: 15-20 ms gegenüber 40-50 ms vorher.
(Klar, das sind alles nur Momentaufnahmen und es kommt natürlich immer drauf an, wie die Speedtest-Gegenstelle grad ausgelastet war, aber tendenziell zeigt das schon einiges).

Der RT-AC68U kann auch schnelleres 2,4 GHz n-WLAN, aber nur mit entsprechender ASUS-Gegenstelle. Mir relativ egal. Habe kaum Geräte, die nur 2,4 GHz können und wenn ist die Geschwindigkeit auch dort ausreichend.

Merkwürdigerweise will mein PC mit dem No-Name-WLAN-Empfänger sich nicht mit dem 5-Ghz-WLAN verbinden, sondern hängt nun auch im 2,4-GHz-WLAN. Aber bislang hab ich dort keine Geschwindkeits- oder Latenzprobleme und Diablo 3 läuft nun auch wieder vernünftig.

Auch nett an dem ASUS ist, dass man zusätzlich einen UMTS-Stick einstecken kann, der dann entweder gleichzeitig oder bei Ausfall des primären Internetzugangs genutzt wird. Das kann eine Fritz!Box zwar eigentlich auch, aber nicht das Kabel-Deutschland-Modell. Eventuell wird das ja besser, wenn Kabel Deutschland komplett Vodafone ist, denn Vodafone bietet sowas bei ihren DSL-Anschlüssen ja seit längerem an.

Bislang kann ich also nichts negatives über den ASUS berichten. OK, ganz günstig ist das Gerät natürlich nicht, ich hab knapp 160 € dafür gezahlt. Aber immerhin hab ich nun keine monatlichen Kosten mehr und das Gerät funktioniert wie es soll.

Jetzt muss nur noch die Kündigung der „Homebox“ aktiv werden und ich im Austausch das normale Kabelmodem bekommen. Habe zwar schon eine Kündigungsbestätigung bekommen, aber ein Datum oder weiteres haben sie mir noch nicht genannt, weil da aktuell noch irgendwas am Vertrag umgestellt wird. Na mal abwarten, was das wird.

Bei Kabel Deutschland gibt es dieses Kabelmodem auch mit eingebauten WLAN, aber dann nur 2,4 GHz und für 2,50 €/Monat. Das dumme Kabelmodem ohne WLAN gibt es kostenlos. Das wird hoffentlich nicht total schlecht sein. Aber warten wir’s ab.

Aktuell betreibe ich den ASUS also als weiteren Router hinter der Fritz!Box, was aktuell zur Folge hat, dass ich kein IPv6 mehr habe. Kabel Deutschland hat mir einen DS-Lite-Zugang gegeben, also natives IPv6, dass dann intern bei Kabel Deutschland in IPv4 umgewandelt wird (falls notwendig). So dass man keine öffentliche IPv4-Adresse mehr hat. Damit geht dann kein Port-Forwarding mehr, aber stört mich nicht weiter.
Nun ja, zumindest gibt die Fritz!Box das irgendwie nicht richtig an den ASUS weiter oder der ASUS kapiert nicht, dass er IPv6 machen soll.
Aber ich schätze, das wird dann gehen, wenn das normale Kabelmodem da ist. Da kommt schließlich einfach nur Ethernet raus und da sollte nix routen oder so.

Also falls ihr einen flotten ac-WLAN-Router sucht und ein separates Kabelmodem (oder DSL-Modem, denn das ist auch nicht eingebaut) sucht, dann ist der ASUS (Affiliate Link) eine gute Wahl.

Ich werde ein Update veröffentlichen, sobald das Kabelmodem da ist.
Aber ich denke (und hoffe), dass sich an meiner positiven Bewertung nichts ändern wird.

Update vom 11.06.2015: Das Kabelmodem ist seit gestern da. Dachte erst, sie hätten mir das falsche Modell geschickt, weil auf dem Karton groß WLAN-Kabelmodem steht. Und das würde dann ja 2,50 €/Monat kosten, aber anscheinend ist das softwareseitig deaktiviert, denn in der Konfigurationsoberfläche gibt es keine WLAN-Einstellungen. Zuerst war ich etwas enttäuscht, denn das Kabelmodem gibt sich als normaler Router aus. Und eigentlich will man ja nicht zwei Router hintereinander. Das hatte ich mit der Fritz!Box ja schon. Dank eines Foreneintrags habe ich erfahren, dass man in der Kabel-Deutschland-Weboberfläche das Gerät in einen reinen Kabelmodem-Modus umstellen kann. Ging zwar erst nicht, weil er noch ein Update machen musste (was irgendwie automatisch nachts passiert ist, also können sie auch das Kabelmodem fernwarten/-updaten). Aber heute Nachmittag ließ es sich umstellen und nun hängt mein ASUS-Router direkt am Internet und nicht mehr hinter einem Router.

Was mir Kabel Deutschland mit Zusendung des Kabelmodems auch umgestellt hat: Ich habe nun kein IPv6 mehr 🙁 Vorher hatte ich ja DS-Lite, jetzt hab ich nur noch IPv4. Mmh… Irgendwie blöd. Muss ich wohl nochmal anrufen und mir das auf richtige Dual-Stack umstellen lassen (wenn sie das denn machen).

Aber bislang funktioniert zumindest alles mit dem neuen Gerät. Ist zwar ein recht riesiges Gerät, aber egal. Hauptsache es funktioniert.
Muss jetzt nur noch meine DECT-Basisstation für mein Festnetztelefon wiederfinden, da ich jetzt ja nicht mehr die DECT-Station der Fritz!Box nutzen kann. Aber irgendwo ist die bestimmt.

Update vom 14.06.2015: Hab grad mit der Technik telefoniert. Natürlich bekommt man kein richtige Dual-Stack. Eine Umstellung auf DS-Lite wäre möglich. Na ja, dann lass ich es eben erstmal bei IPv4. Wobei das ja unlogisch ist: ich hab ja quasi schon eine IPv4-Adresse. Ob ich da nun noch IPv6 zusätzlich bekomme ist doch egal. Ich blockiere doch eh schon eine kostbare IPv4-Adresse.

30C3: Fnord-News-Show: Kuriositäten aus der Welt der Regierungen und Großunternehmen

Letztens war ja wieder Chaos Communication Congress.
Mein Highlight (auch wenn ich mal wieder nicht da war) ist eigentlich immer die Fnord-News-Show mit Fefe und Frank Rieger.

Da geht es um merkwürdige Aktivitäten von Regierungen und Großunternehmen. Teilweise so skurril, dass sich das niemand ausdenken kann. Und lustig präsentiert.

Also schaut mal rein:

Macht Backups!

Ich hatte schon öfter das Vergnügen, Daten zu verlieren. Es ist nunmal einfach so, dass Festplatten garantiert irgendwann kaputt gehen und man ab und zu auch selbst Schuld am Datenverlust ist, weil man aus versehen irgendetwas gelöscht oder überschrieben hat.

Mein erster Datenverlust war damals in den 90ern auf dem Apple Performa 630. Dieser hatte eine 250 MB Festplatte. Da ist dann plötzlich das Dateisystem kaputt gewesen. Folge: alle Daten weg. Und am schlimmsten: ich hatte kein Backup. Denn damals war das große Problem: worauf hätte man denn Backups machen sollen?

Als Speichermedien gab es damals Disketten, externe Festplatte und später ZIP-Laufwerk und CD-Brenner. Zu der Zeit des Datenverlusts (dürfe 1996 gewesen sein) hatte ich bis auf Disketten nichts davon. Aber eine Sicherung von 250 MB auf 1,44 MB Disketten macht keinen Spaß, also hab ich’s nie gemacht.

Später hatten wir dann ein ZIP-Laufwerk mit 100 MB Disks. Da konnte ich dann wenigstens die wichtigen Dinge sichern.

Später gab es dann einen CD-Brenner und da passt richtig viel drauf (650 MB), da hab ich die ein oder andere Sicherungs-CD gebrannt. Die sind aber vermutlich heute alle nicht mehr lesbar, da es recht billige Rohlinge waren. Aber so wirklich wichtiges war da jetzt eh nicht dabei.

Hardwaredefekte hatte ich schon, allerdings waren da meist keine wichtigen Daten drauf, oder ich hatte ein Backup. Logische Dateisystem-Probleme waren schon häufiger.

Springen wir in die Gegenwart: aus Fehlern lernt man und deswegen ist mein heutiges Backup ziemlich redundant. Dank Apples Time Machine geht die Sicherung heute automatisch. Eine Sicherung läuft auf meinem Synology NAS, eine weitere läuft wöchentlich auf eine externe Festplatte. Außerdem nutze ich einen Online-Dienst, wo meine Daten (natürlich verschlüsselt) irgendwo im Internet gespeichert werden.

So ein sogenanntes Offsite-Backup ist sinnvoll, denn mehrere Sicherungen zu Hause helfen eben nichts, wenn das Haus abbrennt.

Für Firmen ist so ein Online-Backup meist weniger geeignet, da dort einfach wesentlich mehr Daten anfallen, die gar nicht schnell genug übertragen werden können. Außerdem hat man dort meist schon eigene Backup-Lösungen, die meist auf Bändern sichern. Hier gibt es das gleiche Problem, dass man die nicht im Büro lagern sollte. Aber auch hierfür gibt es Dienstleister, die diese Bänder extern verwahren (klimatisiert, mit Zugangskontrollen geschützt und nur protokollierter Zugriff) und die schnellen Zugriff ermöglichen, wenn mal etwas passiert ist.

Für Privat ist das etwas übertrieben, da man meist weder auf Bändern sichert, noch so hohe Anforderungen hat.

Eine günstige Alternative für Privat sind externe Festplatten, die man regulär an einem anderen Ort lagert (bei Freunden, Eltern, etc.) und regelmäßig mitnimmt um dort eine Sicherung zu machen.

In der Praxis scheitert so etwas an der Faulheit der Menschen. Deswegen ist so ein Backup, dass immer im Hintergrund läuft und wo man sich um nichts kümmern muss, wesentlich besser.

Meine Empfehlung: macht Backups! Je mehr und weiter verteilt, desto besser! Aber predigen nützt ja selten was, man muss erst einen Datenverlust erleiden, bevor man dazulernt. War bei mir ja nicht anders. 🙂

Zwei-Faktor-Authentifizierung: Passwörter gehören verboten

Heutzutage wird ja glücklicherweise etwas mehr Wert auf Sicherheit gelegt. SSL-Zugriff auf Login-Seiten von Web-Angeboten sind mittlerweile Standard. Und es wird auch immer öfter Zwei-Faktor-Authentifizierung angeboten.

Normalerweise hat man ja eine Benutzerkennung und ein Passwort. Da die meisten Leute faul sind, nehmen sie ein einfaches, gut zu merkendes Passwort. Das ist natürlich nicht sonderlich sicher.

Hier hilft die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei benutzt man weiterhin Benutzername und Passwort, bekommt aber zusätzlich z. B. eine SMS mit einem Einmalpasswort geschickt, das man auch noch eingeben muss.

Man kennt das Prinzip vom Online-Banking, dort benutzt man schon immer Einmalpasswörter. Diese nennt man dort TAN. Früher gab’s die auf Papier, mittlerweile werden sie häufig auch per SMS verschickt.

Vorteil ist in beiden Fällen, dass man zusätzlich zu Benutzername und Passwort auch noch das Handy der Person haben muss. Das macht die Sache natürlich ungleich schwieriger.

Leider bringt das Prinzip genau dann nichts mehr, wenn man den Zugang auf dem Handy nutzen will. Denn dann empfängt man die SMS auf demselben Gerät. Und das ist nicht mehr sicher.

Doch auch dafür gibt es eine Lösung: sogenannte TAN-Generatoren oder Tokens. Diese generieren einfach Einmalpasswörter, die man dann auch problemlos auf dem Handy nutzen kann. Natürlich hat man so wieder ein zusätzliches Gerät.

2217488184_4d2b97c618_bNatürlich kann man SMS auch für andere Sicherheitsfunktionen nutzen. So wird z.B. beim größten Online-Pokeranbieter eine SMS verschickt, wenn ungewöhnliche Aktionen mit dem Konto des Nutzers passieren. Außerdem wird das Konto temporär gesperrt. In dieser SMS befindet sich ein Code, den man auf der Webseite bestätigen muss. Das sollte man natürlich nur tun, wenn wirklich alles in Ordnung ist.
Dieses Prinzip kennt man von Kreditkarten-Anbietern, die gerne man die Karte sperren, wenn z.B. ein Kauf in den USA getätigt wird und man vorher immer nur in Deutschland gekauft hat. Dann reagiert dort ein Überwachungsprogramm und benachrichtigt den Kunden. Sagt dieser dann: „alles ok“ wird die Karte wieder freigeschaltet. Manchmal nervig, aber bevor Geld verlorengeht ist das sicher sinnvoll.

Gerüchteweise soll das nächste iPhone einen Fingerabdruckssensor enthalten. Damit könnte man auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung machen. So könnte das iPhone per Bluetooth mit dem PC verbunden werden und wenn man eine Webseite besucht, muss man wie immer Benutzername und Passwort eingeben und zusätzlich einmal seinen Finger über den Sensor ziehen.

So hätte man nämlich das „kleine“ Problem umgangen, dass zumindest unter Android, SMS von Schadsoftware (Trojaner, Viren, etc.) abgefangen und an Betrüger weitergeleitet werden kann. So können dort Online-Banking TANs abgefangen werden und die Betrüger räumen das Konto leer.
Das Problem gibt es zwar so beim iPhone nicht (solange man keinen Jailbreak macht), aber 100% sicher ist kein System.

Und auch wenn es keine Zwei-Faktor-Authentifizierung werden soll, wäre das eine Erleichterung, weil man damit auch komplett auf Passwörter verzichten könnte. Wäre zwar nicht so sicher, aber enorm komfortabel.

Da könnte man sich vorstellen, dass man jede Webseite mit einem Fingerabdruck und einer PIN, die man auf dem iPhone eingibt, aufrufen kann.

PayPal hat so ein System angekündigt. Ich bin gespannt, ob und wann das kommt. Passwörter sind auf jeden Fall keine Lösung.

Bildnachweis: Schlüssel von Knipsofix (Flickr)

Willst du mein Kollege oder meine Kollegin werden? t3n sucht PHP-Entwickler und FISI Azubi

t3n sucht aktuell einen PHP-Lead-Developer.
Also wenn du meinst, dass du es drauf hast und obendrein mein Kollege oder meine Kollegin werden willst, dann bewirb dich doch!

*Update:* Einen Azubi zum Fachinformatiker Systemintegration (m/w), aka FISI suchen wir auch noch.

AdBlock Plus ist wohl nicht ganz sauber

Der werte Herr Pallenberg hat die zwielichtigen Geschäftspraktiken von AdBlock Plus recherchiert und erschreckendes zu Tage gefördert.

AdBlock Plus ist ein Werbeblocker-Plugin für den Browser. Eigentlich filtert es alle Werbung, hat aber seit einiger Zeit eine Funktion, die akzeptable Werbung nicht filtert. Akzeptabel heißt im AdBlock Plus Fall wohl: bezahlte Werbung.

Das ist schlecht für den Nutzer und noch schlechter für Webseitenbetreiber, weil diese nun Werbeerlöse an AdBlock Plus abdrücken müssen, damit deren Werbung nicht gefiltert wird.

Die ganzen Hintergründe gibt es beim Sascha.

Solche Geschäftspraktiken sollte man nicht unterstützen! Ich hab direkt mal geguckt, welchen AdBlocker ich verwende, aber ich benutze AdBlock (ohne Plus), der Entwickler verdient sein Geld einzig über Spenden (zumindest hoffe ich das mal).

Liegt sicher auch daran, dass es AdBlock Plus überhaupt nicht für Safari gibt.

ConventionCamp 2012

Am 27.11. war ich beim ConventionCamp. Da t3n Mitorganisator ist, durften wir mit der kompletten Firma dorthin.

War ziemlich cool. 🙂

Das Convention Camp ist eine Mischung aus normaler Konferenz und Barcamp. Es gibt also feste Redner und freie Sessions, für die sich jeder bewerben konnte. Wer dann letztlich vortragen darf, wird durch eine Abstimmung festgelegt.

Keynote-Speaker war Julian Assange von Wikileaks, der natürlich nicht live da war, sondern per Skype aus der ekuadorianischen Botschaft in London sprach (da er sonst festgenommen würde). Leider konnte ich die Keynote nicht sehen, da ich zu der Zeit unseren t3n-Stand betreuen musste. Aber was ich so von den anderen gehört habe, hab ich auch nicht viel verpasst.
Das was er gesagt hat, war wohl einigermaßen interessant, allerdings war die Art und Weise wohl weniger toll: Minutenlang aus seinem Buch vorgelesen, Ton & Bild asynchron, Aussetzer…

Hier ein Video vom ConventionCamp.

Interessante Vorträge:
future cash – Die Zukunft des Bezahlens von André M. Bajorat.
War allerdings mehr ein Überblick über die gegenwärtigen Bezahlmethoden.

Der Culture Code – moderne, internationale Office-Kultur von Catherine Gall
Vergleich verschiedener Büro-Arten in der ganzen Welt. Ziemlich spannend.

Erfolgreich Bloggen oder der Unterschied zwischen Ehrgeiz und Leidenschaft von Sascha Pallenberg
Sascha erzählt die Geschichte, wie er erfolgreicher Tech-Blogger geworden ist. Auch mal interessant und recht kurzweilig.

Das QR-Code Experiment von Tim Rademacher
Überall auf dem Camp waren QR-Codes verteilt. In der Session wurde die Auswertung gezeigt, welche Codes am häufigsten gescannt wurden.
Außerdem waren noch ein paar nette Anwendungen/Designs für QR-Codes zu sehen.

PS: Das Essen war auch lecker und vor allem reichlich. Also kann man hingehen. 🙂
Und für Schüler/Studenten ist der Eintritt sogar kostenlos. Ansonsten einfach Blogger werden und für 39 € reinkommen. 😉

PPS: Hier ein weiterer Bericht mit Fotos.

Update: Wie konnte ich das vergessen: mein Arbeitgeber hat natürlich auch einen Bericht über das ConventionCamp gepostet.

Digitalisierung von Uni-Mitschriften

Ich studiere ja nun seit Mai nicht mehr, habe aber über die Jahre locker 1,5 Regalmeter an Mitschriften der verschiedenen Vorlesungen gesammelt.

Nun bin ich eigentlich überhaupt kein Freund von Papier und schon gar nicht von Platzverschwendung. Also hab ich mir überlegt, dass ich den ganzen Kram entsorge.

Allerdings ist manches davon vielleicht doch noch mal ganz hilfreich für später (sei es für die Ausbildung oder für den Job). Darum habe ich angefangen, das Zeug einzuscannen.

Nun wäre das mit meinem alten Flachbettscanner ein extrem zeitraubendes und nerviges Unterfangen geworden. Dazu kommt noch, dass der Scanner auch nur noch unter Windows lief, weil es keine aktuellen Mac-Treiber mehr gab.

Zum Glück gab es vor ein paar Monaten ein nettes Angebot bei Media-Markt für ein Multifunktionsgerät.
Es war der EPSON Stylus Office BX305F°. Ein Tintenstrahldrucker, Fax, Kopierer, Scanner und besonders toll: Einzugsscanner!

Er hat auf dem Deckel eine kleine Klappe, die man aufklappt (ist wahrscheinlich dafür, damit der Einzug nicht zustaubt, wenn man ihn nicht benutzt) und dort bis zu 30 Seiten Papier einlegt.

Die scannt er dann fleissig und auch gar nicht langsam ein. Man muss zwar dennoch daneben sitzen, denn was sind schon 30 Seiten, aber das ist 1000 mal komfortabler als mit einem Flachbettscanner.

Hier ein kleines Video, wo man sieht, wie schnell er scannt:

Und die Software ist auch ganz ordentlich und funktioniert problemlos auch am Mac. Man scannt mit dem Apple Programm „Digitale Bilder“ und kann das Gescannte direkt als PDF speichern lassen. So scanne ich also immer eine ganze Vorlesung und habe am Ende ein einziges PDF. Man kann sogar zwischendrin Pausen machen und am nächsten Tag weitermachen. Er führt das PDF einfach weiter. Alles kein Problem.

Das einzig Nervige ist, dass „Digitale Bilder“ wohl nicht wirklich dafür gemacht ist, viele Seiten zu verarbeiten. So ab der 100. Seite wird es sehr langsam und braucht massig RAM (so 1-2 GB). Dann scannt er die Seiten nicht mehr flott hintereinander, sondern macht zwischen den Seiten mehrere Sekunden, bzw. sogar manchmal eine Minute Pause. Das nervt schon, aber die meisten Vorlesungen sind auch gar nicht so lang.

Man kann sich auch damit behelfen, dass man die Vorlesungen auf mehrere PDF aufteilt und die fertigen PDF am Ende zusammenfügt (was am Mac z.B. mit Automator ziemlich einfach geht).

Ich scanne als Graustufen mit 300dpi, da die meisten Mitschriften eh kaum Farbe enthalten und so das Scannen schneller geht und auch die PDFs kleiner werden.

Am Ende mache ich die PDFs allerdings noch kleiner und mache noch eine nette Sache damit.
Ich lasse den Text mit der App OCRKit erkennen, was leider aber nur bei gedruckten Texten klappt. Handschrift kann der nicht lesen, aber ich habe auch kein anderes OCR-Programm gefunden, dass das könnte. Außerdem komprimiert er das PDF und wandelt die Seiten in hochkontrastive Schwarz-Weiß-Seiten um. So wird aus einem 1 GB PDF ein 100 MB PDF. Braucht weniger Platz auf der Platte und lässt sich auch schneller anzeigen im PDF-Reader. Und lesbar ist immer noch alles.
Der erkannte Text wird als Text-Ebene hinter die Bild-Ebene des PDF gelegt, so dass man diesen zwar nicht sieht, aber danach suchen kann.

Dieser Workflow funktioniert ziemlich gut und ich habe auch schon einiges geschafft.
Aufpassen muss man nur, wenn Blätter zu sehr geknickt (Papierstau) oder Heftklammern enthalten (unbedingt entfernen, sonst Papierstau oder schlimmer: Kratzer auf dem Scanner).

Hier nochmal die verwendeten Geräte und Programme:


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