Ruhe in Frieden, Steve Jobs

Steve Jobs ist gestern im Alter von 56 Jahren an Krebs gestorben.

Ruhe in Frieden, du großartiger Mensch, Visionär und Macher!

And there may be no greater tribute to Steve’s success than the fact that much of the world learned of his passing on a device he invented.


Barack Obama über Steve Jobs

WWDC 2011 Keynote Spekulationen

Am Montag ist es mal wieder so weit. Steve Jobs hält die Keynote der WWDC 2011.

Diesmal wurde schon vorher per Pressemitteilung angekündigt, was wir denn zu sehen bekommen. Nämlich Lion, iOS 5 und iCloud. Hardware soll es keine geben, also kein neues iPhone wie in den letzten Jahren.

Die großen Fragen sind jetzt natürlich: wann kommen diese Produkte raus und was umfassen sie?

Ich hoffe ja, dass es Montag das Update auf Mac OS X 10.6.8 gibt, das als Voraussetzung für den Mac App Store Download von Lion gilt. Und man Lion dann direkt am gleichen oder zumindest am folgenden Tag herunterladen können wird. Dagegen spricht allerdings, dass es noch keine Golden Master (GM) Version von Lion gibt. Meist war es so, dass die Entwickler diese einige Zeit vorher bekamen und die Endnutzer sich noch etwas gedulden mussten. Wobei die GM und die Endversion sich im Allgemeinen gleichen. Da Apple allerdings vermutlich überwiegend auf den Vertrieb per Mac App Store setzt, könnte man auch direkt am Montag den Download für alle freigeben. Schließlich werden gefundene Bugs in der GM Version eh erst mit einem 10.7.1 Update behoben. Aktuelle Gerüchte berichten vom 14. bzw. 17.6. als Release-Datum von Lion. Wir werden sehen.

Die Funktionen von Lion sind ja schon hinreichend bekannt: Vollbildmodus, Launchpad mit Ordner und Darstellung wie bei iOS, neue Exposé Ansicht Mission Control, automatische Speicherung und Versionierung von Dokumenten, Festplattenkomplettverschlüsselung und noch ein paar Dinge mehr. Was bislang noch nicht bekannt ist, aber sicher noch hinzukommt, wird die iCloud-Integration sein. Wie auch immer die aussehen mag.

Spannend wird es bei iOS 5. Da kann ich mir viel vorstellen, was man einbauen, bzw. ändern könnte, aber was nun wirklich kommt weiß natürlich niemand.

Wichtigste Änderung wäre wohl ein besseres Benachrichtigungssystem. Also keine Push-Nachrichten mehr in einem Popup-Fenster, die verschwinden, wenn eine neue kommt, sondern eher so eine Liste wie bei Android und anderen Systemen. Wie das allerdings genau aussehen könnte weiß ich auch nicht. Da könnten dann auf jeden Fall alle Benachrichtigungen landen: Push-Nachrichten, Neue e-Mails, Anrufe, SMS, etc.

Viele wünschen sich auch Widgets auf dem Startbildschirm so wie bei Android. Um z.B. schnell das Wetter oder die aktuellen Termine anzeigen zu können. Da bin ich aber zweigespalten. Eigentlich ist das eine nette Sache, andererseits verbraucht das extrem viel Platz. Ich habe aktuell schon 6 Seiten mit Ordnern um alle Apps unterzubringen. Wenn jetzt noch Widgets dazukommen wird es eng. Würde dann wohl auf jeden Fall Wetter, Termine, Aufgaben und Twitter oder so als Widget nehmen. Also ich bin gespannt ob das wirklich kommt und wie das dann umgesetzt sein könnte. Die Android-Lösung ist ja auch eher doof, dass man zwar Widgets und Programme auf die Screens legen kann, aber die komplette Programmliste dann hinter einem Button größtenteils unsortiert liegt. Ich hab ja nicht umsonst alles thematisch in Ordnern sortiert…

Auch ne schöne Funktion wäre eine sinnvollere Nutzung des Lockscreens. Da könnte man diese Benachrichtigungsliste anzeigen und auch Termine oder eben beliebige Widgets. Können andere schon lange, ist also mal längst überfällig.

So halb rausgerutscht ist ja auch eine automatische Updatefunktion für Apps. Momentan meldet der App Store zwar, wenn es Updates gibt, man muss sie aber selbst anstoßen, damit was passiert. Das soll wohl in Zukunft automatisch im Hintergrund geladen und installiert werden. Vermutlich nur im WLAN (schließlich will man dafür ja nicht sein mobiles Datenvolumen opfern). Für mich stellt sich nur die Frage: wann macht er die Updates? Zu einer festgelegten Zeit, z.B. Nachts? Oder immer dann, wenn eine App aktualisiert wurde? Was ist wenn ich die App grad dringend nutzen will, er aber grad mit Aktualisieren derselben beschäftigt ist? Ich bin gespannt.

Manche wünschen sich auch eine Over-the-Air iOS Aktualisierung. Momentan braucht man dafür ja einen Computer. Also ich persönlich brauche das nicht, ich synce oft und gerne mit iTunes am Mac. Für manche, speziell iPad-Nutzer, die ihr iPad als alleinigen PC benutzen, bzw. iPhone-Nutzer, die nix vom syncen wissen, wäre das sicher ganz praktisch. Vorausgesetzt, das funktioniert auch gut. Wenn dabei was schief läuft muss es trotzdem noch einen Notfallsmodus geben, über den man das wieder repariert bekommt. Und ohne Rechnersync hat man auch kein Backup der Daten… Könnte in manchen Fällen aber auch problematisch werden. Eventuell hilft auch dabei die iCloud!?

Was noch schön wäre: Schnellzugriff auf Einstellungen. Also WLAN, Bluetooth, etc. an/aus. Nen Werbeblocker für Safari, bzw. die Unterstützung für Extension. Wenn die iPod App mal endlich Lieder überblenden könnte wäre auch nett. Aber keine Ahnung, ob die Hardware das kann. Eingebaute Todo-Liste, so dass man keine Drittapps mehr bräuchte hätte auch was.

Ansonsten fehlt mir eigentlich nicht wirklich was. Aber Apple hat sicher noch ein paar Ideen was sich noch verbessern ließe.

Bleibt nur noch die iCloud. Die könnte ja so ziemlich alle beinhalten. Ersatz oder Ergänzung zu MobileMe? Also Kalender, Kontakte, e-Mail. Oder ist sie nur für Musik da und man kann seine Musik drahtlos mit iOS Geräten syncen, bzw. streamen? Oder macht sie das alles zusammen? Oder ist da noch mehr drin? Generische Synclösung für Drittapps?

Am Ende bleibt noch die Frage nach den Preisen. Lion wird vermutlich unter 50 € kosten. Snow Leopard hat 30 € gekostet, war aber auch nur ein Bugfix-Update. Leopard hat 130 € gekostet. Wenn ich mir die Preise im Mac App Store so anschaue und zu welchen Dumping-Preisen Apple seine eigenen Produkte dort verkauft, gehe ich fest von einem Preis unter 50 € aus.

iOS 5 wird natürlich kostenlos werden. Wenn ich Pech habe aber erst ab dem iPhone 4 laufen…

iCloud ist entweder in Lion und iOS 5 kostenlos mit dabei oder wird billiger als das jetzige MobileMe angeboten. Also für weniger als 79 €/Jahr. Es ist zwar vermutlich mehr drin, aber Amazon und Google bieten ähnliches kostenlos an, da wird sich Apple mit solch hohen Preisen wohl nicht durchsetzen.

Montag Abend sind wir schlauer. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt und hoffe, dass es zumindest irgendwas direkt am Montag schon zu kaufen, bzw. runterzuladen gibt.

Phänomenal daneben gelegen

Interessanter Kommentar von CNN von 1997 zum damaligen Kauf NeXTs durch Apple.

Quintessenz: das wird nicht funktionieren, NeXT ist doof.

Tja, heute wissen wir, wie gut das doch alles funktioniert hat.

Damals kam durch diesen Kauf Steve Jobs zurück zu Apple und hat es dorthin gebracht, wo es heute ist.

Die Alternative damals war BeOS zu kaufen, aber zum Glück wurde NeXT gekauft. Aus Entwicklersicht die bessere Entscheidung. NeXTs-Framework, alias Cocoa ist einfach toll. Kann man nicht anders sagen. Das Framework von BeOS soll mehr so “na ja” gewesen sein.

BeOS hatte einige nette Konzepte, die Apple ruhig in Mac OS X einbauen könnte, aber ansonsten war NeXT-Step die bessere Wahl.

WWDC 2009

Na das war doch mal eine WWDC-Keynote.

Hab diesmal keine Textticker gelesen, sondern auf den Stream gewartet.

Ist schon spannender, wenn man nicht weiß, was als nächstes kommt, aber dieses Warten auf den Stream. Das hat vielleicht gedauert.

Weiß nicht, ob ich mir das nochmal antue.

Nun zu den Neuerungen:

Alle Alu-MacBooks heißen nun MacBook Pro. Hätte ich echt nicht erwartet. Aber nun ja, ist ja nur der Name. Dann haben die 13” MacBook Pros nun endlich wieder FireWire und zwar direkt FW800. War aber eigentlich zu erwarten, nachdem der neue Mac mini das auch bekommen hat.

Nett, aber blöd für mich. So habe ich das einzige Intel-MacBook, das kein FireWire hat (MacBook Air mal ausgenommen).

Hab mich aber mittlerweile dran gewöhnt, kein FW zu haben. Läuft die externe Festplatte halt ein wenig langsamer…

Dann noch etwas, was ich nicht erwartet hätte: ein SD-Card-Slot.

Wozu? Man kann doch alle Kameras auch per USB anschließen und SD-Card-USB-Reader kosten doch nix. Und die gibt’s auch schon in klein.

Und dafür haben sie auch noch den Audio-In gekillt. Das MacBook Pro hat nun nur noch einen kombinierten Ein- und Ausgang. Und Eingang noch nicht mal digital. Wer also damit was aufnehmen will und es sich gleichzeitig auch anhören will, braucht wohl ein Audio-Interface für USB oder FireWire. Sehr sinnvoll. Wo ist das denn Pro?

Beim 15” Modell bleiben zwar die Audio-Ports vorhanden, dafür fällt der ExpressCard-Slot weg. Dafür gibt’s nun auch da nen SD-Card-Slot. Ziemlich blöd für die Leute, die den Slot nutzen. Laut Apple sind’s aber nur 1%. Mir würden da schon Anwendungen einfallen: UMTS-Karte (gibt zwar diese USB-Sticks, aber die ragen ja soweit raus und das ist etwas blöd) oder viel interessanter: eine eSATA-Karte. Denn FW800 ist immer noch langsamer als eSATA. Also nix mehr mit schnellen externen Platten.

Wer das möchte, muss das 17” MBP nehmen, dort bleibt der ExpressCard-Slot noch. Mal sehen, wie lange.

Ach ja, alle MacBook Pros haben nun nen fest eingebauten Akku, der länger läuft, was sowohl die Laufzeit als auch die Lebensdauer betrifft. Wäre für mich kein Problem, da ich meinen Akku eh nur wechsel, wenn er kaputt ist und das geht beim neuen wohl immer noch. Macht dann wohl nur der Händler. Dafür aber längere Laufzeit: bis zu 7 Stunden. Das hätte schon was.

Aber wie dem auch sei: alles keine Gründe, upgraden zu wollen oder neidisch zu sein. Mein Alu-MacBook wird mich noch eine längere Zeit begleiten.

Vorallem, da Snow Leopard Vorteile aus meinem Grafikchip, dem nVidia 9400M zieht. Damit kann dann in QuickTime die H.264-Beschleunigung genutzt werden und OpenCL läuft damit auch. Sodass mein MacBook durch Snow Leopard einen schönen Leistungsschub erfahren dürfte.

Zu Snow Leopard gab’s in der Keynote nicht wirklich was neues. Fast alles was gezeigt wurde, gab’s auch vorher schon auf diversen Seiten zu sehen. Einzig Bertrand Serlets Akzent war lustig. “Snooh Leh-poord”. Wirklich interessant war nur der Preis: 29 €, wenn man schon Leopard hat. Das ist doch mal wirklich fair. Ist gekauft.

Dann gab’s nochmal was zum iPhone OS 3.0. Für mich nicht wirklich neu oder interessant, weil ich als Entwickler sowieso schon länger die Beta-Versionen von 3.0 im Einsatz habe. Da ich aber das erste iPhone habe, wird ja vieles nicht unterstützt: kein MMS, kein A2DP-Audio-Streaming, kein GPS, etc.

Aber, da es dann ja bald das neue iPhone 3G S geben wird, wird sich das wohl demnächst ändern. Sobald ich meinen Vertrag verlängern kann. Das dauert leider noch ein paar Monate, aber das übersteh ich schon noch. Vielleicht sind bis dahin ja auch die Kinderkrankheiten der ersten Modelle weg.

Das iPhone 3G S ist jetzt nichts revolutionär neues, aber wenn man vom ersten iPhone darauf umsteigt sicher toll. Denn es ist wesentlich schneller als das alte 3G. Doppelt so schnell in vielen Bereichen. Und da das 3G ja auch schon schneller ist als mein iPhone, werd ich das noch viel mehr merken.

Und dann die Funktionen: dann hab ich auch endlich GPS und dann sogar gleich mit Kompass, so dass man auch genau weiß, wo man sich befindet. Und endlich HSDPA. EDGE ist teilweise schon recht lahm und nervig. Vorallem bei größeren Webseiten. MMS darf ich dann auch schicken. Und A2DP geht dann. Yeah. Und natürlich: Video-Aufnahmen. Und so wie es gezeigt wurde endlich funktionierend. Wenn ich mir da meine bisherigen Handys vor dem iPhone angucke: die konnten zwar Video, aber es war winzig, Bewegungen gingen gar nicht gut und die Qualität war auch mies. Das iPhone soll aber nun in VGA mit 30fps aufnehmen und dabei Autofokus, Weißbalance, etc. bieten. Das könnte schon was werden. Das gleiche bei den Fotos. Endlich Autofokus und Makromodus. Und 3 Megapixel. Da kann ich meine Digitalkamera ja dann wegwerfen. Die hat auch nur 3 MP. :-)

Und das neue iPhone hat mehr Speicherplatz. Meine 8 GB sind eigentlich fast immer voll. Muss dauernd was löschen um neues draufzupacken. Da wäre mehr schon schön. Am besten gleich das 32 GB Modell. Das dürfte dann erstmal reichen.

Na, ich freu mich auf jeden Fall schon drauf.

Bin dann aber mal auf die Gebrauchtpreise für das erste iPhone gespannt. Kann meins dann wahrscheinlich besser behalten als verkaufen…

Auch noch interessant bei der Keynote fand ich TomTom. Mit iPhone OS 3.0 sind ja dann auch Navigationsprogramme erlaubt. Würde ich mir dann zum neuen iPhone wohl auch dazu holen. Allerdings hab ich gelesen, dass Navigon wohl eine bessere Darstellung hat. Aber das wird man dann sehen. Bzw. es hängt auch vom Preis ab. Wenn die da genauso viel für haben wollen, wie für ein normales Navi, dann lohnt das nicht wirklich.

Happy Birthday, Mac!

Happy Birthday, Mac!

Heute vor genau 25 Jahren wurde der erste Mac vorgestellt.

Damals extrem revolutionär.

Heute hat Windows zwar aufgeholt, aber den Mac noch lange nicht eingeholt.

Hier der Moment, in dem Steve Jobs den Mac zum ersten Mal zeigt:

Mein erster Mac, den ich benutzen durfte, war ein Performa 630.

Für viele war das zwar ein blöder, lahmer Mac, ich fand das aber nicht. Hat damals sehr viel Spaß gemacht, den zu benutzen.

Also damals, das war 1995. Und der Performa 630 hatte 33 MHz, 12 MB RAM, 250 MB(!) Festplatte und was damals noch neu war: ein CD-ROM-Laufwerk! Später haben wir ihn dann aufgerüstet auf 36 MB RAM und eine 2 GB Festplatte.

Mein erster eigener Mac war dann ein PowerMac G3 b/w, also der Schlumpfmac. Immer noch ein sehr schönes Design. Aber für meine heutigen Bedürfnisse viel zu langsam. Er hatte einen 300 MHz G3-Prozessor, zuletzt 1,5 GB RAM und 200 GB Festplatte, sowie ein nachträglich eingebautes DVD-ROM-Laufwerk.

Danach folgten dann ein iBook G3 mit 700 MHz, dann ein iBook G4 mit 1,2 GHz und 640 MB RAM, ein MacBook CoreDuo mit 2×1,83 GHz und 2 GB RAM und jetzt ein MacBook Alu mit 2×2 GHz und 4 GB RAM.

Hat sich also so einiges getan in den 14 Jahren, die ich nun einen Mac benutze.

Computer selbst benutz ich allerdings auch schon länger.

Ganz zu Anfang hatten wir einen Apple IIc, dann kam ein ATARI STe und später ein ATARI STF für mich. Und dann kam schon der Mac.

Macworld Keynote 2009

Etwas verspätet, hier nun meine Meinung zur Keynote der Macworld 2009.

Zuerst mal schade, dass Steve nicht konnte und Phil das machen durfte.

Hat er zwar ganz gut gemacht und sicherlich wesentlich besser als andere Firmenpräsentationen, aber Onkel Steve macht’s eben doch noch am besten.

Nach dem Gucken, bzw. Lesen der Keynote dachte ich zuerst: boah, wie langweilig.< !more>Aber jetzt mit etwas Abstand war die Keynote eigentlich nicht so schlecht. Natürlich nicht so spektakulär wie bei der iPhone-Vorstellung, aber das kann man ja auch kaum jedes Jahr toppen.

Es war ne solide Keynote mit netten Produkten. Wobei es schon schön gewesen wäre, nen neuen Mac mini zu sehen oder das vielfach gerüchtelte iPhone nano.

iPhone nano hab ich eh nicht so recht dran geglaubt, aber Mac mini hätte ich eigentlich erwartet. Entweder ist der doch noch nicht fertig oder er ist einfach zu unspektakulär.

Oder er ist eben gerade spektakulär, aber Apple spart sich das für nen eigenen Special-Event auf, um der Macworld noch mehr Aufmerksamkeit zu nehmen.

Wir werden es sehen, lange dürfte es auf jeden Fall nicht mehr dauern, denn ich denke mal, die Mac mini Verkäufe dürften jeden Tag mehr zurückgehen. Alle werden wohl lieber auf den Nachfolger warten.

Ich persönlich würde es zumindest tun.

Aber nun zu den Dingen, die es gab auf der Keynote.

iWork ‘09. Nichts wirklich supertolles dabei. Neue Themes in Keynote, ok. Mal schauen, ob da was gutes dabei ist. Mehr war ja bei Keynote nicht dabei. Für mich aber eh nebensächlich, da ich das kaum nutze.

Numbers sah schon spannender aus, wobei das meiste dort eher Bug-Fixing sein dürfte.

Pages hat nun nen Vollbildmodus und nen Outliner. Beides sicher manchmal sinnvoll, aber auch nur kleine Verbesserungen.

Hoffentlich haben sie die vielen kleinen Unannehmlichkeiten beseitigt, die man erst merkt, wenn man wirklich ernsthaft damit arbeitet.

Das neue iWork wirkt eher so, dass sie mal wieder ne neue Version machen mussten, aber nicht so recht wussten, wie man das verbessern soll.

iWork.com brauch ich eigentlich auch nicht. Vielleicht ist das ja irgendwann mal sinnvoll, aber momentan wüsste ich nicht, wer welche Dokumente von mir kommentieren sollte.

Das neue iLife sieht da schon interessanter aus.

Na ja, eigentlich nur iPhoto und iMovie. Der Rest wurde ja gar nicht, bzw. fast gar nicht verbessert.

iWeb hat wohl ein paar mehr Widgets zum einbauen und die Seiten und kann nun zusätzlich zu MobileMe-Upload auch FTP. iDVD hingegen hat nur neue Themes bekommen. Sonst kann es nichts mehr. Sehr schade. Man kann immer noch keine MPEG2-Dateien damit brennen ohne sie vorher in was anderes zu konvertieren und Blu-Ray geht auch nicht (ok, war zu erwarten).

GarageBand hat nun ein paar Videos zum Instrumente lernen dabei, aber am Grundprogramm wurde wohl auch nicht groß was getan.

Na, vielleicht lern ich damit ja doch noch mal ein Instrument… Mal sehen.

Interessanter wird’s bei iPhoto. Das hat nun Gesichtserkennung und Tagging integriert. Es erkennt also in einem Foto die Gesichter. Denen kann man dann Namen zuordnen und dann erkennt es in allen Fotos dieses Gesicht. So hat man also eine Übersicht, in welchen Fotos alles die Freundin vorkommt. Schon ganz nett. Bin mal gespannt, wie gut das letztlich wirklich funktioniert.

Aufbauend auf die Gesichtserkennung funktioniert auch der neue Anti-Rote-Augen-Filter. Bislang musste man in das Innere der Augen klicken und manchmal war die Erkennung dann nur so mittelmäßig. Jetzt geht das automatisch. Hoffentlich besser.

Zweite Neuerung: Geotagging. iPhoto wertet nun GPS-Daten in den Fotos aus. Hat man also eine neuere Kamera mit GPS-Empfänger oder macht mit dem iPhone Fotos kann man sich in iPhoto nun anzeigen lassen, wo man die Fotos gemacht hat. Das ganze auch auf netten Karten und mit Suche.

Klingt schon ganz nett, aber ich müsste dafür alle meine Fotos von Hand verorten… Na, wenn ich dann mal Zeit dazu hab.

Das neue iMovie ist wohl nun so, wie schon iMovie ‘08 hätte sein sollen. Man kann wohl endlich präzise schneiden und einige Feinheiten mehr einstellen. Plugins werden wahrscheinlich immer noch nicht wieder gehen, aber dafür sind ja neue Übergänge und Effekte dabei. Sollte zumindest mir reichen.

Besonders toll ist der Anti-Wackel-Filter. Damit lässt sich auch aus total wackeligen Aufnahmen noch was ansprechendes machen.

Da freu ich mich schon richtig drauf, dann kann ich endlich meinen Urlaubs-Film schneiden. Hoffe ich zumindest, dass es damit dann geht.

Bei Apple gibt es Guided-Tours, die das neue iPhoto und iMovie zeigen.

Danach gab’s dann doch Hardware zu sehen, wenn auch nicht die, die erwartet wurde.

Stattdessen gibt es jetzt das MacBook Pro 17” (Tests zum MacBook Pro) auch im neuen Design. Technisch fast genauso wie das 15”-Modell mit zwei Unterschieden.

Man kann alternativ ein mattes Display bekommen. Dann anscheinend ohne die Glasscheibe und statt dem schwarzen Rahmen um das Display bekommt man einen Alu-Rahmen. Mir persönlich egal, ich mag Glossy lieber, aber viele Leute wollen ja lieber matt. Mal gucken, ob das auch für das 15”-Modell nachkommt.

Zweite und interessanter Neuerung: der Akku ist festeingebaut. Und dadurch 40% größer. Außerdem bekommt er eine neue Ladeelektronik, so dass er eine längere Lebensdauer hat und außerdem eine längere Laufzeit. So soll das MBP 17” nun 8 Stunden durchhalten mit einer Ladung. Das ist schon ganz nett. Wie lange würde dann mein MacBook mit eingebautem Akku halten? Locker 10 Stunden, da es ja weniger Strom verbraucht.

Nachteil an der Sache natürlich: man kann den Akku nicht mehr selbst tauschen. Das erledigt Apple dann für einen für irgendwie 20 € mehr als ein Akku sonst kostet.

Ich persönlich hab meine Akkus bislang nur gewechselt, wenn sie defekt waren (was leider recht häufig schon vorkam). Ich brauche also nicht die Funktion, dass ich jederzeit den Akku wechseln kann.

Es dauert aber dann wohl länger, bzw. ist teurer, falls man einen defekten Akku hat, diesen dann wechseln zu lassen.

So viele Probleme mich auch schon mit den Mac-Akkus hatte, so wenige hatte ich mit den iPod-Akkus. Die sind ja schon immer festeingebaut. Bislang hatte ich dort nicht einen Defekt.

Also irgendwie stehe ich dem eingebauten Akku zwiespältig gegenüber. Einerseits schade, dass er nicht wechselbar ist, andererseits hat es aber auch den Vorteil, dass das Gehäuse stabiler wird, weil da nicht noch ein wackeliger Akku drinsteckt. Wobei das ja meinem MacBook mit der Klappe nun auch nicht mehr so schlimm ist. Allerdings ist das wohl auch nicht die stabilste Konstruktion.

Mittelfristig wird das aber eh bei allen mobilen Macs so kommen. Das MacBook Air hat ja schon immer einen fest eingebauten Akku. Nun noch das 17” MBP, bleiben ja nur noch zwei Modelle, bei denen der noch wechselbar ist. Wir werden sehen.

Aber davon abgesehen ist das MacBook Pro 17” kein Mac für mich, da er mir einfach zu groß ist. Mir ist ja schon das 15” MBP zu groß und zu schwer zum mitnehmen. Das kann man dann eigentlich nur als stationären Mac verwenden. Aber da nimmt man doch besser gleich einen iMac.

Letzte Vorstellung auf der Keynote: iTunes Store ohne DRM.

Endlich haben sie’s geschafft. Bis Ende des Monats sollen alle Titel im iTunes Store ohne DRM zu kaufen sein. Ist auf jeden Fall ne Verbesserung. Bin zwar bislang auch gut mit Apples DRM zurechtgekommen, weil es eben kaum einschränkt, aber ohne ist natürlich schöner.

Mit einher kommt allerdings eine Preiserhöhung im April. Denn damit das DRM fällt, musste Apple flexible Preise erlauben. So gibt’s bald nicht mehr den Einheitspreis von 99 Cent/Song, sondern, 69 Cent, 99 Cent und 1,29 €.

Ältere Titel werden dann billiger, aber sehr wahrscheinlich werden dann alle aktuellen Titel teurer. So wie es momentan bei Musicload der Fall ist (die übrigens dann ab April ihr DRM abschaffen).

Ich hoffe mal, die Plattenindustrie ist nicht so blöd, die Preise zu erhöhen, aber so wie man sie bislang erlebt hat, kann man wohl davon ausgehen.

Ein kleiner Nachteil ist mit den DRM-freien-Musikstücken auch, dass sie größer sind. Bisher waren die Titel mit 128 KBit/s AAC komprimiert, die ohne DRM haben aber 256 KBit/s AAC. Klingt manchmal vielleicht besser, nimmt aber auch doppelt so viel Platz weg, was z.B. bei meinen iPhone stört. Da hat man eh immer zu wenig Platz.

Wäre ja nicht so schlimm, wenn es in iTunes auf für nicht iPod shuffles die Option gäbe, Musik in 128 KBit/s AAC umzurechnen, bevor es auf das iPhone kommt.

Ich höre nämlich keinen Unterschied zwischen 128 und 256 KBit/s.

Man kann auch seine bisher gekauften Titel in DRM-freie umwandeln, allerdings kostet das pro Titel 30 Cent. Bei mir wären das so etwas über 100 €. Ich glaube, das spare ich mir.

Nett wäre es, wenn man einzelne Titel upgraden könnte, aber das scheint nicht vorgesehen zu sein. Oder ich finde das nur nicht.

Allerletzte Neuheit: man kann nun auch mit dem iPhone über das Mobilfunknetz Musik im iTunes Store kaufen.

Bislang ging das ja nur über WLAN. Anders als es überall steht, geht das aber nicht nur mit 3G, also UMTS, sondern auch mit EDGE, dem Datenstandard des ersten iPhone.

Ich hab das ausprobiert. Aber es macht keinen Spaß, da die Previews zu lange laden. Das Runterladen nach dem Kaufen ist ja nicht so schlimm, wenn es länger dauert, aber mit den Previews macht das nicht wirklich Spa0.

Also im großen und ganzen ne gute Keynote und ich freu mich auch weitere neue Produkte im Laufe des Jahres.

Vor allem auf Snow Leopard, über das ja leider gar nichts gesagt wurde. Und wenn schon Snow Leopard, dann auch ein großes Update für’s iPhone OS.

Aber Vorfreude ist ja eh die schönste Freude.

Steve Jobs lebt noch

Ich hab’s ja die ganze Zeit über gewusst, aber nun ist es offiziell.

Steve Jobs lebt noch.

Das hat er heute in einem öffentlichen Brief kundgetan.

Es leide an einer Hormonstörung und hätte deswegen so viel Gewicht verloren.

Er erholt sich jetzt bei seiner Familie.

Na dann mal: Gute Besserung und hoffentlich dann bald wieder ne echte Stevenote.